AK: Keine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für Drittstaaten

Erst seit wenigen Monaten gilt die Arbeitnehmerfreizügigkeit auch für Beschäftigte aus den neuen EU-Ländern und schon rufen Unternehmen nach noch mehr Arbeitskräften aus anderen Staaten.

„Die AK Burgenland spricht sich in der momentanen wirtschaftlichen Situation mit Nachdruck gegen jede weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für ausländische Arbeitskräfte aus“, kommentiert AK-Präsident Alfred Schreiner aktuelle Bemühungen der Arbeitgeberseite, tausende Facharbeiter aus Drittstaaten (Staaten außerhalb der EU) nach Österreich kommen zu lassen.

Schreiner: „Wir verwehren uns deshalb gegen jede Maßnahme, die den Druck auf die burgenländischen ArbeitnehmerInnen noch weiter erhöht."

Die Wirtschaftsexperten prognostizieren für 2012 aber einen Konjunkturabschwung, der auch auf dem Arbeitsmarkt zu spüren sein wird. Schreiner: „Wir verwehren uns deshalb gegen jede Maßnahme, die den Druck auf die burgenländischen ArbeitnehmerInnen noch weiter erhöht. Unser Ziel ist es, arbeitslose Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen und die bestehenden Arbeitsplätze mit Qualifizierungsmaßnahmen abzusichern.“

„Die Unternehmen müssen wieder vermehrt eigene Lehrlinge zu Fachpersonal ausbilden, statt sich komplett aus der Verantwortung zu stehlen“ appelliert Schreiner an die Arbeitgeber.

Dem von Unternehmerseite stets ins Treffen geführten Facharbeitermangel kann durch Ausbildungs- und Umschulungsmaßnahmen begegnet werden.

"Statt mit ausländischen ArbeitnehmerInnen bei den Personalkosten zu sparen, müssen die Betriebe durch faire Entlohnung und Arbeitsbedingungen für attraktive Arbeitsplätze für die heimischen Facharbeiter sorgen." appelliert Schreiner

Mit Ende Dezember 2011 waren im Burgenland 11.268 Personen als arbeitslos gemeldet, davon haben 5.035 eine abgeschlossen Lehre, 149 eine abgeschlossene höhere technisch-gewerbliche Schule und 120 eine Meisterprüfung aufzuweisen.

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