Mehr Arbeit für Menschen mit Behinderungen
-
|
Mehr
Fast 800 Burgenländerinnen und Burgenländer aus diesem Personenkreis haben keine Arbeit
Im Burgenland gab es zu Jahresbeginn 2.578 begünstigte Behinderte. Erwerbstätig davon sind 1.782. (*Bundessozialamt, Geschäftsbericht 2010)
„Das bedeutet, dass fast 800 Burgenländerinnen und Burgenländer aus diesem Personenkreis nicht arbeiten bzw. keine Arbeit haben. Das sind 38,8 Prozent“, sagt AK-Präsident Alfred Schreiner und meint weiter: „Leider ist das Burgenland kein Einzelfall. Auch in anderen Bundesländern zahlen Unternehmer lieber die Ausgleichstaxe als Menschen mit Handicap einen Arbeitsplatz zu geben.“
226 Euro im Monat kostet es, wenn ein Unternehmen lieber zahlt, statt einen begünstigten behinderten Menschen einzustellen.
Das ist jemand, dessen Behinderung mindestens 50 Prozent beträgt. Arbeitgeber, die in Österreich 25 oder mehr Beschäftigte haben, sind verpflichtet auf je 25 ArbeitnehmerInnen eine begünstigte behinderte Person einzustellen. Wenn sie diese Beschäftigungspflicht nicht erfüllen, wird ihnen vom Bundessozialamt für das abgelaufene Kalenderjahr eine Ausgleichstaxe von 226 Euro pro Monat vorgeschrieben. Unternehmen, die 100 oder mehr Beschäftigte haben, müssen 316 Euro zahlen. Jene, die 400 oder mehr Beschäftigte haben, müssen 336 Euro monatlich entrichten. Diese Werte gelten seit Jahresbeginn 2011.
Das ist Geld, das von den Firmen offenbar häufig gezahlt wird. In Österreich kommt nur jedes fünfte Unternehmen seiner Beschäftigungspflicht nach. „Das muss sich ändern. Nach der Lockerung des Kündigungsschutzes für Behinderte, die wir zwar nicht unbedingt befürwortet haben, gibt es keine Ausrede mehr.
Ich würde sagen: Die burgenländischen Unternehmen können jetzt beweisen, dass sie Menschen mit Behinderung Arbeit geben wollen“, sagt AK-Präsident Schreiner und unterstützt die Kampagne des Sozialministers „Meine Chance – Ihr Nutzen“.
-
|
Mehr
