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TIPP 1: Geld zurück vom Finanzamt

Die Arbeitnehmer werden steuerlich besonders kräftig zur Kasse gebeten. Deshalb sollten sie sich zumindest die zu viel bezahlte Lohnsteuer zurückholen: Ein Steuerausgleich lohnt sich fast immer!

Das gilt unter anderem für all jene, die nicht das ganze Jahr über beschäftigt waren, wie etwa Wiedereinsteiger oder Ferialarbeitnehmer.

Geld retour gibt’s auch, wenn man Abschreibposten oder Absetzbeträge nutzen kann: Zum Beispiel, wenn man sich im Beruf weitergebildet hat, Geldspenden für begünstigte Spendenempfänger bezahlt hat oder aufgrund einer Krankheit Diät einhalten muss.  

  • Beim Wohnsitzfinanzamt

    Die Arbeitnehmerveranlagung (AN-Veranlagung) kann jeder Arbeitnehmer beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt beantragen. So hat man die Möglichkeit, steuerbegünstigte Ausgaben  für das abgelaufene Kalenderjahr geltend zu machen.

    Was man braucht, ist das Formular L1. Es ist bei jedem Finanzamt oder in den AK-Bezirksstellen erhältlich. Eventuell sind auch die Beilagen L1k, L1d, L1ab oder L1i erforderlich.

  • Über FINANZonline

    Seit dem Jahr 2003 besteht die Möglichkeit, die Arbeitnehmer-Veranlagung per Internet einzureichen. Zuerst den Zugangscode beim Finanzamt oder über Internet anfordern. 

    Vorteil: Vorabberechnung möglich ( dadurch Optimierung der Abschreibungen unter Ehepartnern).  

    Um die AN-Veranlagung für ein Jahr zu machen, hat man fünf Jahre Zeit. Für das Kalenderjahr 2017 ist also der letzte Abgabetermin der 31. Dezember 2022. 

    Die Pflichtveranlagung ist beim Finanzamt bis 30. September des Folgejahres einzubringen, wenn Sie z.B.: 

  • zwei oder mehr Arbeitgeber gleichzeitig hatten
  • Bezüge vom Insolvenzfonds für Arbeitnehmer, von der Krankenkasse oder der Bauarbeiter Urlaubs- u. Abfertigungskasse erhalten haben.
  • den Alleinverdiener-, den Alleinerzieherabsetzbetrag oder das Pendlerpauschale zu Unrecht bei der Lohnverrechnung berücksichtigt hatten.  

    Keine Belege, Rechnungen etc. beilegen, sondern 7 Jahre aufbewahren und dem Finanzamt auf Verlangen vorlegen.  


    Wer zusätzlich nicht lohnsteuerpflichtige Einkünfte in der Höhe von mehr als 730,-- Euro jährlich erzielt, muss bis zum 30. April bzw. 30.6. des jeweiligen Folgejahres eine Einkommenssteuererklärung (Formular E1 + E 1a) und nicht eine Arbeitnehmer-Veranlagung machen. 

Freie Dienstnehmer müssen immer die Einkommensteuererklärung abgeben, weil sie im Normalfall „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ erzielen!

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