26.2.2018

TIPP 9: Arbeitsmittel und Arbeitskleidung

Arbeitskleidung können Sie nur dann bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen, wenn es sich um eine typische Berufskleidung oder Arbeitsschutzkleidung handelt. Kann die Bekleidung üblicherweise auch privat getragen werden, führt dies nicht zu absetzbaren Werbungskosten. Dazu zählen z. B. ein Kostüm, Röcke, Hosen oder ein Anzug. Dies gilt selbst dann, wenn die Bekleidung tatsächlich nur währen der Arbeitszeit getragen wird oder diese sogar vom Arbeitgeber angeordnet wird. 

Absetzbare Arbeitskleidung:

  • Arbeitsmäntel, Arbeitsoveralls
  • Schutzhelme
  • Sicherheitsschuhe
  • Uniform

    Die Reinigung von anerkannter Arbeitskleidung kann dann abgesetzt werden, wenn sie außer Haus durchgeführt wurde und Sie Belege dafür vorweisen können.   

    Arbeitsmittel, darunter fallen Arbeitsgeräte, die Sie überwiegend zur Ausübung Ihres Berufes benötigen, wie z. B.  

  •  Büromaterial, Fachliteratur
  •  Computer,
  •  Internet, anteilige Provider und Onlinegebühr
  •  Musikgeräte für Musiker
  •  Motorsäge für Forstarbeiter
  •  Taschenrechner
  •  Werkzeuge   

    Absetzung für Abnutzung (AfA)

    Werkzeuge und Arbeitsmittel, die bis zu Euro 400,-- kosten, können in dem Kalenderjahr abgesetzt werden, in dem sie angeschafft wurden. Sind die Anschaffungskosten höher als Euro 400,-- können sie nur verteilt über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgesetzt werden (AfA). 

Erfolgt die Anschaffung nach dem 30. Juni des betreffenden Jahres, so kann im ersten und im letzten Jahr nur die halbe AfA abgesetzt werden.