12.8.2014
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Obst und Gemüse oft gespritzt

Bei fast drei von vier untersuchten Produkten konnten Pestizide nachgewiesen werden. Allerdings lagen die Rückstände unter den gesetzlichen Grenzwerten. Die Schädlingsbekämpfungsmittel waren bei ausländischen und heimischen Produkten zu finden. Die AK hat 60 in- und ausländische Obst- und Gemüseproben auf Pestizide untersuchen lassen.

Ergebnisse im Detail

  • Bei 42 von 60 untersuchten Produkten (70 Prozent) wurden Schädlingsbekämpfungsmittel über der Nachweisgrenze festgestellt. 18 waren pestizidfrei. 

  • Bei keinem Produkt lagen die Rückstände über dem gesetzlichen Grenzwert – es war also kein Produkt lebensmittelrechtlich zu beanstanden.

  • Ausländische Produkte waren häufiger gespritzt als inländische. 

  • Bei 14 der gespritzten 42 Früchte (23 Prozent) wurde jeweils ein Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen, bei 28 (47 Prozent) waren mehrere Pestizide zu finden. 

  • Die Belastung der Produkte lag bei inländischem Obst im Schnitt bei 17 Prozent der geltenden Höchstwerte, bei ausländischem Obst bei 27 Prozent der Höchstwerte und bei inländischem Gemüse bei rund 1,5 Prozent der Höchstwerte.

„Konsumenten müssen vertrauen können, dass die Schadstoffbelastung bei herkömmlichen Obst und Gemüse so gering wie möglich ist“, fordern die AK KonsumentenschützerInnen. Wer Pestizide vermeiden will, sollte eher zu Bioprodukten greifen. Um sicher zu gehen, sollte Obst und Gemüse vor dem Essen gut abgewaschen werden.

Forderung
  • Die Konsumenten brauchen Klarheit. Daher sollen die bestehenden Grenzwerte überprüft werden, da viele Schädlingsbekämpfungsmittel hormonelle Wirkungen haben.

  • Amtliche Untersuchungsergebnisse sollen veröffentlicht werden, etwa im Internet, damit sich KonsumentInnen informieren können.

  • Sind bei Nachkontrollen Missstände noch immer nicht abgestellt, sollen Produkt, Erzeuger und Verkäuferbetrieb veröffentlicht werden.

Zum Test: 

Die AK hat stichprobenartig 60 Früchte bei Merkur, Interspar, Hofer, Lidl, Zielpunkt und am Nasch- und Kutschkermarkt in Wien eingekauft. Die Lebensmitteluntersuchungsanstalt Klosterneuburg hat die Früchte auf 450 Einzelstoffe an Pestiziden untersucht, vor allem auf Stoffgruppen wie Organochlor-, Organophosphorpestizide oder Carbamate. Es wurde inländisches Obst und Gemüse gekauft (Äpfel, Erdbeeren, Karotten, Gurken, Paprika, Salat), ausländisches Obst (Bananen, Kiwi, Orangen, Äpfel, Erdbeeren, Birnen, Trauben), exotische Früchte (Papaya, Mango) sowie Reis und Erdäpfel. 

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK