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Ärgernisse für Bankkunden

Was finden Sie gut bei Ihrem Konto und dem Zahlungsverkehr und was schlecht? Die AK fragte, 335 KonsumentInnen schrieben dazu ihre Meinung. Die Top-Ärgernisse: Fast jeder dritte Konsument beanstandet die vielen verschiedenen und zu hohen Gebühren und Spesen bei den Banken. Jeden Siebten regen IBAN und BIC genauso auf wie die schlechte Informationspolitik der Banken. 335 Konsumentinnen und Konsumenten haben Kommentare zu Spesen, Gebühren, Überweisungsdauer, IBAN, BIC, Online-Zahlungsverkehr, Sicherheitsbedenken, Informationspolitik und Service bei ihren Bankgeschäften abgegeben. Die AK hat die Kommentare ausgewertet: 72 Prozent fanden kritische Worte. Fast 23 Prozent waren positiv. Bei fünf Prozent war weder eine positive noch negative Grundtendenz abzulesen.

Teure Spesen und Gebühren

Die AK Auswertung zeigt konkret: Fast jeder Dritte ärgert sich über die vielen verschiedenen und teuren Kontoführungsgebühren und Überweisungsspesen. Konkrete Kritik betrifft etwa hohe Zahlschein- und Bankomatgebühren, Spesen bei Auslandsüberweisungen und die Kosten für Transaktionen am Bankschalter. Unverständnis gibt es auch für den Umstand, dass trotz Verwendung von Selbstbedienungsautomaten beachtliche Spesen anfallen können. Auch beschweren sich KonsumentInnen über unvorteilhafte Haben- und Sollzinsen. Immerhin: Einige wenige Kommentare loben die Banken für „kostenlose Kontoführung“ oder „kostenlose Überweisungen“.

Jeden Siebten regen IBAN und BIC auf

Jeder siebte Kommentar kritisiert IBAN und BIC. So wären etwa die „IBAN-Nummern zu lang, ein Horror“ oder „sehr umständlich einzugeben“. Rund jeder sechste Kommentar bezieht sich auf die Informationspolitik der Banken, wobei die meisten meinen, sie werden von den Banken schlecht informiert. So sagten die KonsumentInnen: „auf den Kontoauszügen ist ziemlich viel Werbung, aber die Zinsangaben suche ich vergebens“, „unübersichtliche oder ungenaue Abkürzungen oder Bezeichnungen“, „Ich finde mich von der Bank nicht wirklich gut informiert“.

Was die Konsumenten noch beschäftigen

Weitere Themen, die die KonsumentInnen beschäftigen, sind die zu lange Überweisungsdauer, zum Beispiel: „Zwischenparken des Geldes beim Überweisen von einer Bank zur anderen ist unverständlich und nicht gerechtfertigt“, „Überweisungen sind zwar schon wesentlich schneller geworden, aber immer noch zu langsam“. Auch befürchten einige die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Überweisungen. Bei den positiven Kommentaren sticht der Online-Zahlungsverkehr hervor. Zum Thema Serviceangebot halten sich die positiven und negativen Kommentare die Waage.

Bessere Informationen für Bankkunden!

Die BankkundInnen brauchen mehr Klarheit. Eine AK Auswertung von KonsumentInnen-Kommentaren zu Konto und Zahlungsverkehr bestätigt die AK in ihren Forderungen nach mehr Transparenz von Zinsen und Spesen bei Girokonten. Außerdem muss es ein Recht auf ein Girokonto geben, und Internet-Banking muss kostenlos bleiben. „Die Konsumenten-Befragung bestätigt auch unsere Erfahrungen, die wir in den Beratungen machen“, resümieren die AK Konsumentenschützer.

Konkret verlangt die AK:


1. Mehr Klarheit bei Zinsen und Spesen bei Girokonten: Standardisierte Darstellungen der wichtigsten Girokontopreise und verständliche Erklärungen zu Zahlungsverkehrsbegriffen sind erforderlich, damit VerbraucherInnen die Preise vergleichen können. Bei Pauschalkonten sollen klare und verständliche Informationen über die inkludierten Leistungen abrufbar sein und wie viel die im Paketpreis nicht inkludierten Leistungen kosten. Die Zinsen für Guthaben und Überziehung sollten ebenfalls klar geregelt sein.

2. Internet-Banking muss kostenlos bleiben: Die BankkundInnen, die im Internet Transaktionen selbstständig vornehmen, sollen nicht mit Zusatzspesen belastet werden. So darf es keinen Unterschied geben, ob Papier TAN oder mobile TAN verwendet werden.

3. Keine zusätzlichen Bankomatgebühren: Bankomatabhebungen sollen nicht extra verteuert werden. Die BankkundInnen werden seit vielen Jahren dazu angehalten, Bargeld am Geldautomaten statt am Schalter abzuheben.

4. Verständliche Informationen über SEPA, IBAN und BIC: Die KundInnen brauchen verständliche Infos über die Vereinheitlichung des Europäischen Zahlungsverkehrs (SEPA) und die für Überweisungen nötigen IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code, internationale Bankkennzahl).

5. Infoblatt für Girokonten vor Vertragsabschluss: Ein Produkt- und Speseninformationsblatt für Girokosten ist dringend nötig. Das sollte in allen Mitgliedsstaaten verbindlich und einheitlich sein. Die AK schlägt eine Europäische Standardinformation für Verbrauchergirokonten vor - genauso wie es das bereits bei den Verbraucherkrediten gibt. Darin sollen neben Informationen über die anbietende Bank, Adresse und Produktname die zentralen Transaktionspreise und Konditionen für Zinsen und Spesen übersichtlich aufgelistet sein. 

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