21.11.2012
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Mädchen bei Be­rufs­wahl be­nach­tei­ligt

Der Berufsorientierungsunterricht in den Schulen muss dringend verbessert werden, denn die richtige Berufswahl ist mitentscheidend für die Zukunftschancen unserer jungen Leute. Besonders nachteilig wirkt sich zu wenig Wissen über mögliche Berufe auf Mädchen und junge Frauen aus. In nur einem Viertel der Familien wird darüber nachgedacht, ob die Töchter auch einen technischen Beruf ergreifen könnten, zeigte eine Befragung der BesucherInnen an den L14 Bildungs- und Berufsinfotagen der Arbeiterkammer Wien. „Da muss die Schule verstärkt mit Berufsinformation ausgleichend eingreifen“, fordern die AK ExpertInnen ein eigenes Unterrichtsfach Berufsorientierung in allen Schulen. Nicht zuletzt gehe es um die späteren Verdienstchancen der Mädchen.

Mehr als die Hälfte konzentriert sich auf 4 Berufe

Mehr als die Hälfte der weiblichen Lehrlinge (51,9 Prozent) lernt entweder Einzelhändlerin, Bürokauffrau, Friseurin/ Perückenmacherin oder Restaurantfachfrau, zeigt die Lehrlingsstatistik. Der erste technische Beruf auf der „Hitliste“ der Lehrberufe von Mädchen steht mit 1,8 Prozent der weiblichen Lehrlinge erst auf Platz 10: Metalltechnikerin.

Ganz anders bei den Burschen: Die Hälfte von ihnen wird in sechs verschiedenen Berufen ausgebildet, und nur einer davon, Einzelhändler, ist „nicht-technisch“. Nach wie vor sind die Familien bei der Berufsentscheidung mit ihren Kindern oft auf sich allein gestellt: In nur der Hälfte aller Schulen für Zehn- bis Vierzehnjährige ist Beruforientierung ein eigenes Fach, in dem ein vertiefter Einblick in die Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten geboten wird, zeigt eine Auswertung für das Unterrichtsministerium. Besonderen Nachholbedarf haben die Gymnasien.

Berufsorientierung als eigenes Fach

„Die Schule muss bei der Berufsorientierung verstärkt helfen“, fordert die AK. Erreicht werden konnte, dass jetzt Berufsorientierung in den Neuen Mittelschulen verpflichtend ein eigenes Fach wird. Was fehlt, ist ein eigenes Fach in den Gymnasien. Ebenso fordert die AK Berufsorientierung als Fach in der LehrerInnenausbildung. Besonderes Augenmerk muss auf gendersensible Berufsinformation gelegt werden.

Wenn Mädchen verstärkt in technische Berufe einsteigen, erhöht das auch ihre Verdienstchancen. Die AK hat für Mädchen und Burschen den Folder „So verdienst du gutes Geld“ aufgelegt und informiert über unterschiedliche Einstiegsgehälter – zum Beispiel 1.120 Euro netto für FrisörInnen, aber 1.350 Euro netto für ElektrotechnikerInnen.

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