15.1.2013
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Reform des Urheberrechts erforderlich

„Das Urheberrecht ist umfassend reformbedürftig, wie auch die anhaltende Diskussion um die Abgaben auf Computer, Festplatten und Handys zeigt. Es ist selbstverständlich, dass Künstler und Künstlerinnen angemessen für die Nutzung ihrer Werke bezahlt werden sollen“, sagt Silvia Angelo, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik in der AK Wien.


Die Forderungen der Verwertungsgesellschaften nach zusätzlichen Abgaben auf immer mehr Geräte und Speichermedien wird aber in der vorgeschlagenen Form und Höhe eindeutig abgelehnt. Das belegt jetzt auch eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Wirtschaftskammer.

Dies würde einerseits KonsumentInnen mit einem Schlag stark belasten, weil Geräte und Speichermedien sich massiv verteuern, und andererseits das Problem auch nur kurzfristig hinauszögern, weil absehbar ist, dass die technologische Entwicklung nicht stehenbleibt und stets neue Speichermöglichkeiten auftauchen.

Festplatten nicht einseitig verteuern

Eine einseitige Verteuerung von Geräten und Festplatten benachteiligt im Verhältnis zum Ausland den Standort Österreich und bringt damit auch die Arbeitsplätze der betroffenen Wirtschaftszweige unter Druck. Hier werden Arbeitsplätze der Kreativwirtschaft und Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftszweigen unangemessen gegeneinander ausgespielt, ohne sinnvolle Lösungen für alle Betroffenen zu suchen.

Es ist für KonsumentInnen zudem nicht einzusehen, dass man doppelt und dreifach belastet wird, indem man etwa legal erworbene und bezahlte Werke, etwa über Downloadplattformen wie i-Tunes kauft, herunterladet und dann noch für die notwendige Speicherung auf der Festplatte und einem Sicherungsmedium zusätzlich zur Kassa gebeten wird.

Mehr Transparenz und Klarheit

„Eine schlechte Methode zu prolongieren und immer neue Abgaben auf Speichermedien und Geräte zu fordern ist keine Antwort auf die Herausforderungen an ein modernes Urheberrecht. Es geht aber darum, dass es für alle Beteiligten zu einer akzeptablen Lösung kommen muss.

Es muss jedenfalls mehr Transparenz und Klarheit geben. Dazu gehört auch, dass jede Art von Vergütungsmodellen von einer unabhängigen Instanz festgelegt und nicht von den Verwertungsgesellschaften autonom bestimmt werden können“, fordert Angelo eine grundlegende Reform des Urheberrechts.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK