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Die „Road-Map“-Luftfahrt

Damit die Interessen der Beschäftigten des Sektors, der KonsumentInnen und auch der Anrainer ausreichende Berücksichtigung finden, haben die AK und die Gewerkschaften vida, GPA-djp und GPF an der Erstellung der Road-Map (Ausarbeitung einer österreichischen Luftfahrtstrategie) aktiv mitgearbeitet und mehrere Beiträge verfasst. Die Forderungen und Meinungen wurden hier zu einem Positionspapier zusammengefasst.

Raues Wettbewerbsklima

Die Liberalisierung hat ein raues Wettbewerbsklima in der Wirtschaft geschaffen. In diesem Klima sind Fluggesellschaften, Flughäfen und auch die Flugsicherung um Kostensenkungen bemüht, auch in sicherheitsrelevanten Bereichen. Die Regierungen werden weltweit unter Druck gesetzt, Sicherheitsvorschriften zu lockern, und für die Ordnungsorgane wird es immer schwieriger, mit dem Strukturwandel in der Branche Schritt zu halten.

Fluggesellschaften, Flughäfen und nachgeordnete Dienste durchlaufen seit einiger Zeit eine Phase massiver globaler Restrukturierungen. Heute beherrschen internationale Marktkräfte, globale Fluggesellschaftsgiganten und riesige Unternehmensallianzen eine Wirtschaft, deren traditionelle Merkmale strikte staatliche Regulierung und nationale Fluggesellschaften gewesen sind.

Si­cher­heit in der Luft­fahrt

Mit wachsendem Aufkommen in der zivilen Luftfahrt in den nächsten Jahren ist dieser Zweig der Verkehrswirtschaft wahrscheinlich der mit den größten Anforderungen an die dort beschäftigten ArbeitnehmerInnen. Wichtigstes Anliegen der Fluggäste und auch der Beschäftigten ist neben einem reibungslosen Ablauf, Pünktlichkeit und angemessenen Ticket-Preisen die Sicherheit – sowohl die betriebliche als auch die persönliche. Dieser Aspekt kann und darf im Interesse der österreichischen Zivilluftfahrt nicht vernachlässigt werden.

Um diese Sicherheitsleistung erbringen zu können, bedarf es gut ausgebildeten Personals. Sowohl die Aufgaben der am Boden arbeitenden Beschäftigten als auch des fliegenden Personals sind ein äußerst wichtiger Beitrag für die Erhaltung des österreichischen Sicherheitsstandards in der Zivilluftfahrt.

Kompetente Ausbildung 

Eine kompetente Ausbildung kommt letztlich den Passagieren zugute. Die Schaffung eines eigenen Berufsbildes für alle Beschäftigten, die sicherheitsrelevante Tätigkeiten ausüben, wäre für diese Personengruppe ein großer Vorteil, weil dadurch nicht nur ihre besondere Wichtigkeit für die flugbetriebliche Sicherheit anerkannt und in entsprechende Ausbildung investiert wird, sondern auch ein Berufsschutz gegeben wäre. Hier ist besonders wichtig, dass seitens Österreichs auch ein Anstoß für eine EU-weite Regelung erfolgt, um zu verhindern dass sich unterschiedliche Systeme entwickeln, die zu einem suboptimalen Ergebnis führen würden.

Wachsamkeit, Fähigkeiten und Fachkenntnisse der Beschäftigten in der Luftverkehrswirtschaft sind für das Überleben der Fluggäste entscheidend. Häufig arbeiten diese Beschäftigten jedoch unter wenig komfortablen oder gar sicherheitsgefährdenden Bedingungen: auf Flughäfen, in den lauten und heißen Küchen der Cateringunternehmen, bei jedem Wetter auf dem Flughafen-Vorfeld, wo schweres Gerät zu bedienen ist, oder in den Flugzeugen bei schlechter Luftqualität und kosmischer Strahlung deren Folgewirkungen noch immer unterschätzt werden.

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