19.6.2013
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Zweite Chance für strauchelnde regionale Leitbetriebe

Die Sanierung des Baukonzerns Alpine ist gescheitert. „Auch wenn bei der Alpine durch private Investoren hoffentlich möglichst viele Arbeitsplätze gerettet werden, zeigt das Straucheln von solchen regionalen Leitbetrieben die dringliche Notwendigkeit, verstärkt über wirtschaftspolitische Instrumente à la GBI nachzudenken“, fordert AK Wien Direktor Werner Muhm. Und weiter: „Denn vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturlage muss die Rettung von Arbeitsplätzen an erster Stelle stehen.“ Die Alpine zählt allein in Österreich 7.500 Beschäftigte.

Forderung

AK Wien Direktor Werner Muhm plädiert für die Implementierung einer Auffang- und Sanierungsgesellschaft für regionale Leitunternehmen. „Wir können es uns nicht leisten, in diesen Zeiten wertvolle Arbeitsplätze zu verlieren. Die Einrichtung einer solchen politisch unabhängigen Gesellschaft muss daher umgehen in Angriff genommen werden“, fordert Muhm.

Arbeitsplätze nachhaltig sichern

Oberstes Ziel ist demnach die nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen. Nach erfolgreicher Sanierung werden die betroffenen Unternehmen – ohne Belastung für die öffentliche Hand und unter besonderer Berücksichtigung der Standortsicherung und Beschäftigungsentwicklung – wieder an Investoren abgegeben. Muhm: „Neben den direkten Effekten wie Arbeitsplatzsicherung sind auch große indirekte Effekte wie die positive Wirkung für die regionale Wirtschaftsstruktur, Erhalt von Zulieferer-Betrieben oder wichtige Steuereinnahmen zu beachten.“

Gefährdete Unternehmen saniert

Muhm erinnert in der aktuellen Diskussion an die zwischen 1983 und 2001 operierende und von der schwarz-blauen Regierung abgeschaffte Gesellschaft des Bundes für industriepolitische Maßnahmen“ (GBI), die mehrere gefährdete Unternehmen wie zum Beispiel Austria Haustechnik, Austria Antriebstechnik, Bauknecht, Glanzstoff Austria, IFE, Assmann Ladenbau und Schmid Schrauben übernommen, saniert und wieder an private Investoren abgegeben hat. „Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich dieses Instrument bewährt hat. Nun muss eine solche Bundeseinrichtung, ausgestattet mit Fachleuten, die die einzelnen Fälle prüfen, rasch wieder eingeführt werden“, fordert Muhm. 

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK