14.11.2012
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EU-Gelder für ländliche Entwicklung zur Schaffung von Jobs nutzen

Wenn die Regierung will, dass bei den Mitteln für den ländlichen Raum nicht gekürzt wird, muss diese Geld auch allen Menschen, die am Land leben, zu Gute kommen und nicht wie bisher ausschließlich den Bauern, sagt die Arbeiterkammer zu den Ankündigungen der Regierung im Zuge der EU-Budgetverhandlungen.

Mehr Jobchancen, Kinderbetreuung und gute Pflege

Mindestens 25 Prozent der EU-Fördermittel für den ländlichen Raum in Österreich, müssen jetzt dazu genutzt werden, für junge Menschen auf dem Land mehr Jobchancen zu schaffen sowie mehr und gute Kinderbetreuung und gute Pflege zu finanzieren. Damit könnte in den nächsten Jahren bis zu 1 Milliarde Euro in zukunftsträchtige Projekte und Investitionen am Land fließen. Es ist höchste Zeit, dem Förderziel der ländlichen Entwicklung auch in Österreich eine sozialpolitische Komponente zu geben, so die Arbeiterkammer.

Bislang profitierten von den Fördergeldern für die ländliche Entwicklung in Österreich fast ausschließlich die landwirtschaftlichen Betriebe. Das muss sich ändern. Im Gegensatz zur österreichischen Praxis ist in den Förderrichtlinien der EU längst vorsehen, dass auch soziale Dienstleistungen auf dem Land gefördert werden sollen.

Investitionen in soziale Dienstleistungen

Auch der Rechnungshof hat eine sinnvollere Mittelverwendung in Österreich gefordert und viele Projekte, die mit EU-Geldern zur ländlichen Entwicklung gefördert wurden, als „zu wenig sozial“ kritisiert. Das Geld hätte schon bisher zum Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen oder für Jugendbeschäftigungs-Projekte im ländlichen Raum genutzt werden können. Diese soziale Komponente muss sich in der Förderung der ländlichen Entwicklung wiederfinden, sagt die AK. Investitionen in soziale Dienstleistungen sind besonders beschäftigungswirksam. Davon profitieren vor allem Frauen, Kinder und Ältere – nicht nur einzelne Betriebe.

Forderung

Um in Zukunft auch tatsächlich Fördergelder aus der „zweiten Säule“ nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für alle Menschen im ländlichen Raum aus Brüssel abzuholen, fordert die Arbeiterkammer für das Förderprogramm der Ländlichen Entwicklung:  

  1. Mindestens 25 Prozent der Fördergelder der Ländlichen Entwicklung für alle Menschen im Ländlichen Raum zu öffnen

  2. Soziale Dienstleitungen wie Kinderbetreuung oder Projekte zur Förderung von Beschäftigung müssen mit Fördergeldern zur ländlichen Entwicklung auch in Österreich unterstützt werden. Besonders Frauen und Jugendliche müssen mehr gefördert werden.

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