3.7.2014
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Ökostrom: Endlich umdenken, statt Förderungen ohne Ende

„Die Förderpolitik bei Ökostrom ist dringend zu überdenken“, sagt Silvia Angelo, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik in der AK Wien. „Denn wenn nach 13 Jahren an laufenden Förderungen Windkraftanlagen immer noch nicht marktfähig sind, dann läuft etwas schief.“ Mit den Fördergeldern erzielen die Windkraftbetreiber zweistellige Umsatzrenditen, wie AK Analysen zeigen. Nach Ablauf der Förderzeit  sollten sie auch am Markt ohne staatlich garantierte Abnahmepreise bestehen können. „Es darf keine überbordenden Renditen mit Konsumentengeldern mehr geben“, so Angelo. Die AK fordert eine  Gesamtstrategie in der Energiepolitik, statt ständiger Einzellösungen. Denn die derzeitige  Förderpolitik bringt das gesamte Energiesystem durcheinander. Eine Energiewende kann nur gelingen, wenn es einen breiten Konsens gibt, auch mit den KonsumentInnen. 

Keine weiteren Belastungen für die Haushalte

Denn die Kosten der Ökostromförderung zahlen derzeit zu 40 Prozent die privaten Haushalte, obwohl sie nur knapp ein Viertel am gesamten Strom verbrauchen.  Von einer durchschnittlichen Jahres-Stromrechnungen eines Haushaltes fließen heuer bereits 13 Prozent an die Ökostromförderung, im nächsten Jahr sollen die Förderkosten schon auf 100 Euro pro Jahr und Haushalt ansteigen. 

Die Kosten sind in den letzten 3 Jahren enorm gestiegen

Ein immer höherer Anteil von Strom wird unregelmäßig ins Stromnetz eingespeist – vor allem Strom aus Windkraftanlagen. Damit steigt der Bedarf an Ausgleichsenergie, um das Stromnetz im Gleichgewicht zu halten.  Die Kosten dafür sind in den letzten drei  Jahren enorm gestiegen – von unter 100 Millionen Euro auf derzeit über 170 Millionen Euro. Die Ursachen liegen auch am mangelnden Wettbewerb, denn  es gibt nur wenige Anbieter von Regelenergie.  „Hier ist auch die E-Control gefordert, die Einhaltung der Wettbewerbsregeln genau zu überprüfen“, so die AK. Derzeit tragen die Erzeuger, die den Bedarf an Ausgleichsenergie verursachen, den überwiegenden Teil der Kosten. Eine Änderung dieses Aufteilungsschlüssels wird von der AK abgelehnt, ebenso Rufe nach höheren Einspeisetarifen.

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