21.3.2013
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Rekordgewinne für Ölkonzerne auf Kosten der KonsumentInnen

Wie die AK-Treibstoffpreiserhebung zeigt, verharren die Spritpreise auf extrem hohem Niveau. „Die Leidtragenden sind die österreichischen KonsumentInnen. Auf der anderen Seite stehen die Mineralölmultis und ihre Eigentümer als die großen Gewinner“, so Silvia Angelo, Leiterin der AK Wirtschaftspolitik.

Die Profiteure sind die Konzerne

Eine AK-Auswertung der Jahresergebnisse der größten Mineralölmultis zeigt: Der weltgrößte Mineralölkonzern, ExxonMobil, konnte seinen Gewinn um satte 9 Prozent auf unglaubliche 45 Milliarden US-Dollar steigern. Auch die österreichische OMV verbucht Rekordgewinne: 1,4 Milliarden Euro Gewinn stehen für das Geschäftsjahr 2012 zu Buche.

Laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) liegen die Produktionskosten bei konventioneller Ölförderung bei maximal 30 bis 40 US-Dollar pro Fass, während der Ölpreis im Jahresschnitt 2012 bei rund 112 US-Dollar notierte. Und das obwohl laut IEA derzeit mehr Rohöl produziert als nachgefragt wird. Es zeigt sich, dass der derzeitige spekulationsgetriebene Ölpreis sich von den Fundamentaldaten losgelöst hat. Die Profiteure sind die Konzerne, die das Rohöl günstig fördern und zu Weltmarktpreisen teuer weitergeben.

Forderung
  1. Spekulanten einen Riegel vorschieben: Die österreichische Regierung muss sich auf EU-Ebene für Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärken einsetzen, vor allem auf dem Ölmarkt. Von den hohen Preisen profitieren ausschließlich die Spekulanten und die Mineralölkonzerne. Die Zeche zahlen die Menschen. Die AK fordert einen europäischen Schulterschluss, um dem Preistreiber Spekulation auf den Ölmärkten einen Riegel vorzuschieben.

  2. Sprit-Preisbildung untersuchen: Die EU-Kommission muss die Preisbildung bei Rohöl und Sprit prüfen. Die AK hat die EU-Kommission schon wiederholt aufgefordert, den europäischen Mineralölmarkt zu untersuchen.

  3. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) soll die Ergebnisse ihrer Mineralöl-Marktuntersuchung möglichst rasch veröffentlichen. Erste Zwischenergebnisse wurden ursprünglich schon für Jahresende 2012 angekündigt.

  4. Begleitend zum wiedereingeführten Spritpreiskorrdior soll die BWB zeitnahe Kontrollen durchführen und die Auswirkungen der Verordnung evaluieren.

  5. Die Abfragemöglichkeiten der Spritpreisdatenbank bei der E-Control sollen so verbessert werden, dass auch die günstigsten Tankstellen entlang einer individuellen Fahrtstrecke abgefragt werden können (Routenabfrage).

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