21.3.2013
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Treibstoffpreismonitor: Saftiger Autobahn-Aufschlag

„Die AK-Treibstoffpreisanalyse bei 1.546 Tankstellen in Österreich zeigt einen extrem hohen Autobahn-Aufschlag: Diesel kostet an Autobahntankstellen um 14 Prozent mehr als im österreichweiten Durchschnitt, Eurosuper um 12 Prozent“, warnt Dominik Pezenka, AK Experte für Energie, Reisende, die jetzt in den Osterurlaub fahren wollen. Er rät den AutofahrerInnen, schon vor Fahrtantritt die Tankstopps einzuplanen: „Durch den Spritpreis-Korridor kann schon vor Reiseantritt die günstigste Tankstelle gesucht werden, weil die Preise stabil bleiben.“


Ein deutliches Gefälle zeigt der AK Treibstoffpreismonitor zwischen dem Westen und dem Osten Österreichs. Tanken ist in den westlichen Bundesländern deutlich teurer als im Osten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Spritpreise im März zwar leicht gesunken, von einer Entspannung der Preissituation kann angesichts des extrem hohen Niveaus weiterhin keine Rede sein.

Bei Diesel plus 14, Super plus 12 Prozent

An den Autobahntankstellen ist Diesel im Durchschnitt um 14 Prozent teurer als an Straßentankstellen, Eurosuper um 12 Prozent. Bei einer Tankfüllung Diesel (60 Liter) beträgt der Preisunterschied im Durchschnitt 11,5 Euro. Zum Vergleich: Im März 2012 betrug der Aufschlag bei Autobahntankstellen auf Diesel noch 9,4 Prozent, bei Eurosuper 9,1 Prozent. KonsumentInnen sollten Tankstopps auf der Autobahn wenn möglich vermeiden. Vor Auffahrt auf die Autobahn sollte der Tank bei einer günstigen Straßentankstelle randvoll gefüllt werden.

Saftig sind die Preisunterschiede auch zwischen Osten und Westen Österreichs. Im Vergleich zum günstigsten Bundesland Oberösterreich zahlen die AutofahrerInnen in Tirol für Diesel um 8,6 Cent pro Liter mehr, bei Eurosuper sind es 6,4 Cent pro Liter. Tirol ist im Österreich-Vergleich somit mit Abstand das teuerste Bundesland. In Vorarlberg muss man ebenso mit besonders hohen Spritpreisen rechnen. Vergleichsweise günstig sind die Durchschnittspreise in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark.

Preise nach wie vor auf sehr hohem Niveau

Insgesamt gehen die Treibstoffpreise zwar leicht nach unten. Im Jahresabstand wurde Diesel um 4,6 Prozent (-6,6 Cent/Liter) günstiger, Eurosuper um 4,1 Prozent (-6,1 Cent/Liter). Im Vergleich zum Vorquartal (Dezember) fiel der Preis für Diesel aber nur um 2,7 Prozent (-3,8 Cent/Liter). Die Preise für Eurosuper stiegen indes um 0,9 Prozent (+1,2 Cent/Liter). Und bei längerfristiger Betrachtung zeigt sich, dass die Preise nach wie vor auf sehr hohem Niveau liegen. Bevor die Preisrally begann, kostete Diesel zum Beispiel im März 2010 durchschnittlich 1,077 Euro pro Liter. AutofahrerInnen zahlen jetzt um 18 Euro für eine Tankfüllung mehr als noch vor drei Jahren.

Konnte man noch im März 2010 um 100 Euro rund 1.300 Kilometer weit fahren, sind es heute nur noch rund 1.000 Kilometer - mit 100 Euro kommt man von Wien also nur noch nach Innsbruck und retour, anstatt nach Feldkirch (und retour). Besonders dramatisch sind diese Preiserhöhungen für die PendlerInnen - von ihnen sind viele auf ihr Auto angewiesen. Bei einer Distanz von 50 km pro Richtung zahlt ein/e PendlerIn für den täglichen Weg in die Arbeit jetzt um rund 500 Euro (für Diesel) mehr im Jahr als noch vor drei Jahren.

Diskonter sind nach wie vor günstiger

Diskonter sind im Durchschnitt nach wie vor günstiger als Markentankstellen. Im österreichweiten Durchschnitt sind Diskonttankstellen um rund ein Cent pro Liter günstiger. Einzelne Marken-Tankstellen-Ketten fahren jedoch eine Diskont-Strategie beim Preis, wodurch deren durchschnittliches Preisniveau niedriger ist, als jenes von klassischen Diskontern bzw. freien Tankstellenbetreiber.

TIPP
  1. Wenn möglich Autobahntankstellen meiden

  2. Achten Sie auf das Bundesland, in dem Sie tanken

  3. Im Ausland ist es noch teurer In den benachbarten Grenzregionen ist Sprit nirgendwo günstiger als in Österreich. Besonders teuer ist das Tanken in Deutschland und Italien.

  4. Preisvergleiche mit dem Spritpreis-Rechner

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