2.10.2012
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Mehr Transparenz in Vermögensfragen

„Mit der Erhebung der Österreichischen Nationalbank (OeNB) über Höhe und Verteilung der Vermögen in Österreich liegt nun endlich eine seriöse Grundlage für die politische Diskussion um eine gerechtere Verteilung und eine stabilere wirtschaftliche Entwicklung vor“, sagt der Leiter der AK-Abteilung Wirtschaftswissenschaft, Markus Marterbauer. Die Erhebung wurde im Auftrag der EZB für alle Euro-Staaten durchgeführt. Dass die EZB die Frage der Vermögensentwicklung jetzt regelmäßig analysiert, ist eine notwendige Voraussetzung für das frühzeitige Erkennen künftiger Finanzkrisen. Staaten mit hoher Vermögenskonzentration, aber auch hoher Privatverschuldung sind ökonomisch instabil und besonders verwundbar.

Hohe Vermögenskonzentration

„Die hohe Vermögenskonzentration hat neben dem systematischen Abbau staatlicher Regulierungen auf den Finanzmärkten wesentlichen Anteil am Entstehen der jüngsten Finanzkrise. Ist das Vermögen in den Händen weniger konzentriert, dann führt diese zu risikoreichen Veranlagungsstrategien und zum Aufblähen der spekulativen Finanzcasinos“, so Marterbauer. Die Daten der OeNB belegen auf seriöser Grundlage das enorme Ausmaß der Ungleichheit der Verteilung von Vermögen in Österreich. Nur 11 Prozent der Haushalte verfügen über ein Netto-Gesamtvermögen von über 500.000 Euro. Beim Vermögensbesitz gibt es keine Mittelschicht. Jetzt ist es Zeit, auf Basis dieser Zahlen politische Konsequenzen zu ziehen.

Forderung

Die AK setzt sich vehement für eine klare Politik der gerechteren Verteilung des Wohlstandes ein und sieht sich durch die neuen Zahlen bestätigt: „Wir brauchen eine Besteuerung hoher Vermögen, ebenso wie eine Finanztransaktionssteuer. Maßnahmen wie diese sorgen für eine stabilere Entwicklung der Wirtschaft, tragen dazu bei, dass der Finanzsektor die ökonomische Entwicklung unterstützt, statt sie zu dominieren, ermöglichen eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes und schützen die Demokratie vor ungesunder Vermögens- und Machtkonzentration“, so Marterbauer.“


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