Eine Groteske © Promedia, Promedia
Peter Veran © Promedia, Promedia

Peter Veran: Lesung einer Groteske

Mehr als acht Jahrzehnte nach dem Februar-Aufstand 1934 gegen die austrofaschistische Diktatur wird der damalige Bundeskanzler Engelbert Dollfuß aus seinem Grab exhumiert und vor Gericht gestellt.
In diesem Rahmen spielt Peter Verans literarische Groteske, in der sich Dollfuß vor der Geschichte rechtfertigen muss. Die Anklagepunkte sind umfassend: Vielfacher Mord, Folter, Hochverrat und Landfriedensbruch werden als Tatbestände genannt. Darauf muss der im Juli 1934 von Nationalsozialisten ermordete und später zum Märtyrer stilisierte Ex-Diktator eine Antwort finden. In einem hochtrabenden Plädoyer tritt er die Flucht nach vorne an und erklärt dem Gericht seine Motive und Ziele. Er hätte sich in einem Notstand befunden und gar nicht anders handeln können, um großen Schaden von Österreich und seinem Volk abzuwenden.
Peter Veran ist das literarische Pseudonym des 1962 in Leoben geborenen promovierten Juristen und Historiker Werner Anzenberger. Zu seinen zahlreichen Publikationen zum Austrofaschismus zählte zuletzt etwa „130 Jahre Koloman Wallisch. Ein sozialer Gestalter zwischen Demokratie und Diktaturen“ (2019).

Die Lesungen finden in Kooperation mit dem Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen statt.

2. September 2020 
Arbeiterkammer Eisenstadt,
19:00 Uhr


Bitte um Anmeldung für diese Veranstaltung per mail an julia.gsertz@akbgld.at oder telefonisch unter 02682/740-3163


24. September
Arbeiterkammer Oberwart,
19:00 Uhr


Bitte um Anmeldung für diese Veranstaltung per mail an silke.rois@akbgld.at oder telefonisch unter 03352/32588-3504