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The right to e-read

Die Veränderung des Medien- und Informationsmarktes ist eine der größten Herausforderungen für die Bibliotheken in den nächsten Jahren. Die über Jahrhunderte stabile Buchkette von AutorInnen über Verlage und Buchhändler bis hin zu den Bibliotheken ist in einem radikalen Umbruch. Manche meinen, mit dem Aufkommen des E-Books wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Allgemein herrscht Verunsicherung. Bei aller Faszination der neuen Möglichkeiten bereiten zwei Faktoren den Bibliotheken erhebliche Probleme: die Finanzen und die Rechtslage.

In den nächsten Jahren werden neben den gedruckten Ausgaben zusätzlich auch E-Books erzeugt. Für Bibliotheken bedeutet dies, dass zur Erfüllung ihrer verschiedenen Kundenwünsche ein und dasselbe Buch sowohl in gedruckter als auch digitaler Form angeboten werden sollte – in Zeiten rückläufiger Ankaufbudgets eine nicht unerhebliche Belastung. Weit gravierender ist aber die unsichere Rechtssituation. Manche Verlage weigern sich, E-Book-Lizenzen an Bibliotheken zu verkaufen. Keine rosige Aussicht.

Die meisten PolitikerInnen, die breite Öffentlichkeit, aber auch viele BibliothekarInnen wissen nicht, unter welchen gesetzlichen Bedingungen der E-Book-Markt funktioniert oder besser gesagt nicht funktioniert. Meist sind sie erstaunt, wenn sie hören, dass VerlegerInnen sich weigern können, E-Book-Lizenzen an Bibliotheken zu verkaufen, und so verhindert wird, dass die BenutzerInnen der Öffentlichen Bibliotheken freien Zugang zu diesen Medien bekommen. 

Was wir wollen

  • Wir wollen unseren LeserInnen die neuesten E-Books, genauso wie die neuesten gedruckten Bücher, anbieten!

Aber manche Verlage verkaufen uns keine E-Book-Lizenzen. Eine Untersuchung zeigt, dass von den E-Books auf der Spiegel-Bestseller-Liste nur circa 50 Prozent für Bibliotheken und deren LeserInnen erhältlich sind.

  • Wir wollen E-Books zu fairen Preisen und Konditionen von den Verlagen kaufen!

Aber viele Verlage verkaufen E-Books nur zu erhöhten Preisen oder gar nicht an Bibliotheken. Das geht zulasten der Angebote für unsere LeserInnen.

  • Wir wollen den AutorInnen, wie für gedruckte Bücher, eine faire Vergütung in Form der Bibliothekstantieme für die Entlehnung von E-Books in Bibliotheken geben.

Derzeit erhalten AutorInnen hierfür gar nichts, da das Urheberrecht dies nicht als Entlehnung wertet.

  • Wir wollen allen BürgerInnen – und nicht nur jenen, die es sich leisten können – freien Zugang zu E-Books in Öffentlichen Bibliotheken bieten.

Mit Hinweis auf das geltende Urheberrecht verweigern dies manche Verlage.

  • Wir wollen daher ein präzises Urheberrecht, welches den Bibliotheken erlaubt – wie bei gedruckten Büchern – uneingeschränkt E-Books zu kaufen, zu verleihen und dafür den AutorInnen eine angemessene Vergütung zu erstatten.
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