Holzlieferung © Pixabay, Pixabay
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„Außer Spesen nichts gewesen!“

Immer häufiger nutzen Betrüger:innen soziale Medien, um mit potenziellen Opfern Kontakt herzustellen. Ein Nordburgenländer glaubte auf Facebook eine Gelegenheit gefunden zu haben, um in Zeiten steigender Energiepreise, günstig Brennholz zu bestellen. Doch letztlich wurde ihm viel Geld herausgelockt. Als er nach bereits überwiesenen 2.750 Euro weitere 850 Euro bezahlen sollte, fragte er bei der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Burgenland nach. Die stoppte den Unfug. Leider hieß es für ihn am Ende „außer Spesen nichts gewesen“. Er war Opfer von Betrüger:innen geworden. 


Auf Grund der günstigen Konditionen nahm der Nordburgenländer mit einer Firma Kontakt auf, die angeblich in Götzis in Vorarlberg ihren Sitz hat, aber von einer E-Mail-Adresse mit der Endung „bois-chauffage.store“ kommunizierte. Zunächst bezahlte der Mann 1.800 Euro im Voraus. Dann hieß es plötzlich, dass er mehr bestellen müsse, weil nur für eine größere Lieferung ein Rabatt von 20 Prozent gewährt werden könne. Also wurden weitere 950 Euro auf ein Konto in Deutschland einbezahlt. Doch noch immer blieb die versprochene Lieferung aus. Die Anbieter nannten aber auch hier einen Grund. Man könne so günstig anbieten, weil man ja auch in Kryptowährungen investiere. Wegen des Krieges laufe dieses Geschäft schlecht, um man könne daher den vereinbarten Rabatt nicht gewähren. Die Lieferung könne erst erfolgen, wenn weitere 850 Euro einbezahlt würden. Dieses Mal könne auch mittels „Neosurf“-Gutscheinen bezahlt werden. Der Vorteil für den Empfänger: Das Geld kann eingesackt werden, ohne Spuren zu hinterlassen. Deshalb wird diese Zahlungsmöglichkeit sehr gerne im Zusammenhang mit betrügerischen Machenschaften angeboten.

„Abgesehen davon, dass eine solche einseitige Vertragsänderung bei einem seriösen Vertrag gar nicht möglich wäre, sollte hier dem Betrugsopfer nur weiteres Geld aus der Tasche gezogen werden“, schildert AK-Konsumentenberater Christian Koisser. Der betroffene Burgenländer wird keine weiteren Zahlungen leisten. Hinsichtlich seines bereits erlittenen Verlusts musste er sich schließlich an die Polizei wenden. Daher der dringende Appell der Konsumentenschützer: Vorauszahlungen können nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn man dem Anbieter zu 100 Prozent vertrauen kann.

Kontakt

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T: 02682 740 3961
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