Frau mit Headset berät am Telefon © ty, stock.adobe.com
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Corona: AK verzeichnet so viele Beratungen wie noch nie

„Wir lassen die Arbeitnehmer nicht allein! Hier geht es um die wirtschaftliche Existenz der Menschen, die auch weiterhin gesichert sein muss“, betont Burgenlands AK-Präsident Gerhard Michalitsch. Gemeinsam mit dem ÖGB hat die Arbeiterkammer in der Coronakrise ein umfassendes Informationspaket zu arbeitsrechtlichen und Konsumentenschutz-Fragen geschnürt. Eine erste Bilanz zeigt, wie das Informationsangebot genutzt wurde. Kurz: Die AK-Experten im Arbeits- und Sozialrecht führten fast viermal so viele Beratungen wie in einer Durchschnittswoche durch.

Neben der österreichweiten Seite www.jobundcorona.at, auf der Arbeitnehmer die wichtigsten Informationen zu Fernbleiben von der Arbeit, Entgelt sowie Arbeit und Familie beantwortet bekommen, mit 280.000 Zugriffen in der ersten Woche, war auch die österreichweite Hotline 0800 2212 00 80 offen. Dort haben sich am ersten Tag pro Stunde im Durchschnitt 750 Menschen mit arbeitsrechtlichen Fragen an AK und ÖGB gewandt. Viele der Fragen konnten direkt geklärt werden. Bei tiefergehenden, komplexen Fragestellungen, werden die Anrufer von den Fachexperten zurückgerufen.

2.000 Beratungen in einer Woche
Doch auch bei den Experten direkt in der AK Burgenland standen die Telefone nicht still. Sowohl telefonisch, per E-Mail aber auch über Tickets via Homepage wurde beraten. Dabei zählte man knapp 2.000 Beratungen bei den Arbeits- und Sozialrechtsexperten – fast viermal so viel wie in einer durchschnittlichen Arbeitswoche. Die E-Mail-Anfragen sind um das 10-fache gestiegen. Im Konsumentenschutz waren es im Laufe der Woche 151 Anfragen zum Thema Corona. Hier ging es vor allem um Konsumenten, die eine Reise gebucht haben und nun wissen wollen, ob und wie sie stornieren können und welche Kosten anfallen.

Auch auf der Homepage der AK Burgenland gab es 4.226 Zugriffe auf den Schwerpunkt Corona. Informationen zum Thema Corona über die Social Media-Kanäle der Arbeiterkammer kommen bei den Menschen an: Auf Facebook konnten mit den Beiträgen der AK Burgenland in den vergangenen Tagen bis zu 123.056 Personen erreicht werden. Die Instagram-Seite verzeichnete eine Reichweite von 5.523. Auch die Interaktionen stiegen überdurchschnittlich.

Kurzarbeit birgt viele Fragen
„Viele erkundigen sich, was sie tun sollen, da ihnen eine einvernehmliche Trennung – oft mit Wiedereinstellungszusage - vom Chef zur Unterschrift vorgelegt wurde. Gerade in den ersten Tagen mehrten sich die Anfragen dazu. Aber auch die Kinderbetreuung war Anfang der Woche Thema. Im Laufe der Woche nahmen die Fragen zur Kurzarbeit rapide zu. In diesem Sinne appelliere ich noch einmal eindringlich an alle Unternehmen: Nutzen Sie das Instrument der Kurzarbeit – in Ihrem eigenen Interesse! Niemand hat etwas davon, wenn Arbeitnehmer jetzt massenhaft auf die Straße gesetzt werden und die Kaufkraft noch stärker einbricht als unbedingt notwendig. Zeigen Sie hier gesamtwirtschaftliche Verantwortung“, ermahnt der AK-Präsident.
Zeitgleich möchte sich der AK-Präsident bei allen Arbeitnehmern, die derzeit das Land am Laufen halten, bedanken. „Was Arbeitnehmer derzeit leisten ist unglaublich. Sie halten mit ihrem Einsatz das Land am Laufen. Das hat Respekt verdient. Wer jetzt arbeitet, ist ein Held. Egal in welche Branche. Dabei möchte ich aber nicht auf die AK-Mitarbeiter an vorderster Front - unsere Juristen im Arbeits- und Sozialrecht sowie im Konsumentenschutz und in der Erstinformation – vergessen. Sie beantworten in der Beratung alle offenen Fragen und stehen den Arbeitnehmern in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit zur Seite. Danke dafür. Dieses Engagement zeigt: Auf uns könnt ihr euch verlassen. Die AK lässt euch nicht allein.“

Kontakt

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Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing
T: 0664/823 9449
E: bianca.werfring@akbgld.at