Küchenhilfe in Großküche © thepoeticimage, Fotolia.com
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16.870 Euro für Küchenhilfe erstritten

Über drei Jahre war ein Burgenländer in einem Gastgewerbebetrieb als Küchenhilfe beschäftigt. Im Glauben - wie vereinbart - 40 Stunden angemeldet zu sein, ging er seiner Arbeit nach. Dabei nahm er auch Überstunden in Kauf. Zwar konnte er zeitweise in Zeitausgleich gehen, doch der Großteil seiner geleisteten Überstunden blieb unbezahlt. Auch Urlaub blieb ihm verwehrt. Als er die unbefriedigende Situation mit dem Chef klären wollte, beendete dieser das Dienstverhältnis. 

„Insgesamt hatte der Arbeiter über 1.100 Überstunden geleistet. Weniger als ein Drittel davon konnte er im Verhältnis 1:1 in Zeitausgleich verbrauchen. 10 Prozent der Überstunden wurden ohne Zuschlag ausbezahlt. Feiertagszuschläge blieb der Arbeitgeber schuldig. Dazu erhielt er im ersten Jahr kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Danach nur Teilbeträge“, listet AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Martin Sugetich die Verfehlungen des Arbeitgebers auf. 

Selbst Urlaub konnte der Arbeitnehmer nicht konsumieren. In den drei Jahren hat er gerade mal viereinhalb Wochen Urlaub verbraucht. Im Nachhinein entdeckte der AK-Jurist, dass auch die Anmeldung bei der Österreichischen Gesundheitskasse falsch war. „Der Arbeitnehmer war die ersten zwei Jahre als Teilzeitbeschäftigter gemeldet, danach überhaupt nur mehr geringfügig. Zwischenzeitlich wurde er auch schlicht und einfach abgemeldet“, informiert der Jurist. 

Die Intervention der AK brachte dem Dienstnehmer eine Nachzahlung. Insgesamt landeten 16.870 Euro auf seinem Konto.

Sollte es Unregelmäßigkeiten oder dergleichen sowie Fragen geben, dann können sich die Arbeitnehmer an die Arbeiterkammer Burgenland (02682/740) wenden.

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Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing
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