Frau sitzt am Sofa und kauft online etwas ein © stokkete, stock.adobe.com
Online Shopping © stokkete, stock.adobe.com

Corona-Quarantäne: Vorsicht beim Online-Shopping

Viele müssen von zu Hause aus arbeiten, andere sind in Quarantäne oder zumindest weitgehend isoliert, zusätzlich sind viele Geschäfte geschlossen. Gerade wenn soziale Kontakte weitestgehend eingeschränkt werden sollen, erscheint Einkaufen im Internet die ideale Lösung zu sein. Doch das Shopping im WorldWideWeb bürgt so manche Tücken. AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser rät zur Vorsicht: „Vor allem Anbieter, die man nicht kennt, sollte man vorher genau unter die Lupe nehmen. Es gibt viele schwarze Schafe. Nicht alle liefern, was sie versprechen.“ 

Den Trend zum Online-Shoppen gibt es schon lange, die durch den Coronavirus verursachte Situation könnte die Entwicklung noch beschleunigen. Denn so kann man sich fast alles vor die Haustür liefern lassen. Doch dabei lauern einige Fallen, über die man stolpern kann. „Da das Internet leider auch ein beliebter Tummelplatz für unseriöse Anbieter ist, gilt es Vorsicht walten zu lassen. Daher lohnt es sich einiges zu hinterfragen wie: Kann man dem Anbieter trauen? Gibt es eine Rücktrittsmöglichkeit? Welche Zahlungsmöglichkeit ist sicher?“, informiert AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser.

Kennt man einen Anbieter beim Online-Einkauf noch nicht, gilt es die Seriosität zu prüfen. Dabei helfen das Impressum und die Geschäftsbedingungen, die auf der Homepage des Anbieters zu finden sein müssten. Sie sollten Hinweise darauf geben, mit wem man es überhaupt zu tun hat. Fehlen diese Daten, so ist Misstrauen angesagt. Auch Informationen von Suchmaschinen über diesen Anbieter sollte man nicht außer Acht lassen. Koisser: „Fake Shops, die lediglich Geld kassieren und keine Leistung erbringen, oder unseriöse Shops, die überteuerte minderwertige Ware liefern, schaffen es oft mit scheinbar unschlagbar günstigen Angeboten, Kunden zu Vertragsschluss und Zahlung zu verleiten. Eine Entscheidungshilfe sind Einrichtungen wie das österreichische E-Commerce Gütezeichen (www.guetezeichen.at). Auch der österreichische Internet-Ombudsmann und seine Warnseite watchlist-internet.at können helfen“, rät der Konsumentenschutz-Experte.

Auch der vermeintliche Vorteil Rücktrittsmöglichkeit kann zur Stolperfalle werden. Tatsächlich hat der Käufer bei dieser Art des Geschäfts ein 14-tägiges Rücktrittsrecht, wobei die Frist mit der Übernahme der Ware beginnt. Doch Achtung: Wenn dies so vereinbart ist, muss der Konsument die Kosten für die Rücksendung tragen. Außerdem gibt es einige Ausnahmen, etwa bei Spezial-Anfertigungen, Lebensmitteln, entsiegelter Software oder Reisebuchungen.

Obacht ist auch bei der Zahlungsart walten zu lassen. „Jede Zahlungsart hat Vor- und Nachteile“, weiß Koisser und empfiehlt Vorauszahlung nur bei besonders vertrauenswürdigen Vertragspartnern zu vereinbaren. „Diese Zahlungsart wird nämlich sehr gerne von unseriösen Anbietern genutzt.“
Fast auf Nummer sicher geht man mit Kauf auf Rechnung. Während in dieser Hinsicht die Kreditkarte ebenso wie PayPal gewissen Schutz bieten kann, hat bei einer Einzugsermächtigung der Kunde im Ernstfall oft noch die Möglichkeit, den Betrag wieder zurückzubuchen.

Bei Problemen und Fragen: Die Experten der AK Burgenland stehen mit Rat und Tat zur Seite (02682/740).

Kontakt

Kontakt

Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing
T: 0664/823 9449
E: bianca.werfring@akbgld.at