Dachdecker © Tomasz Zajda , stock.adobe.com
Dachdecker reichen sich Dachziegel © Tomasz Zajda , stock.adobe.com

3.750 Euro für Dachdecker erstritten

Seit April 2017 arbeitet ein 35-Jähriger mit Unterbrechungen als Dachdecker bei einer Firma im Mittelburgenland. Anfang 2019 trat er wieder in das Unternehmen ein. Als der Dienstnehmer jedoch im Juni in den Krankenstand ging, folgte ganz schnell die Kündigung. Die AK verhalf dem Arbeitnehmer zu rund 3.750 Euro.

Starke Rückenschmerzen zwangen einen Dachdecker in den Krankenstand. Dieser wurde beim Vorarbeiter gemeldet und auch mit einer Krankenstandsbestätigung vom Arzt abgesichert. Als der 35-Jährige von der Urlaubskasse Geld überwiesen bekam, wurde er stutzig und fragte beim Chef nach. Bei dem Telefonat stellte sich schnell heraus, dass er vom Dienstgeber in den Urlaub „geschickt“ wurde. „Der Dienstgeber machte dem Dienstnehmer gegenüber keinen Hehl aus seiner falschen Urlaubsmeldung und fordert ihn auf, rückwirkend den Krankenstand zurückzuziehen. Denn: Er zahle kein Krankengeld“, schildert AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Heinzi-Erik Hobisch. 

Da sich der Gesundheitszustand des Mannes nicht besserte, wurde der Krankenstand nochmals verlängert. Endlich genesen, galt es für ihn am letzten Krankenstandstag seine Rückkehr aus dem Krankenstand abzuklären. Doch bei dem Gespräch erfuhr er, dass er abgemeldet wurde und nicht mehr zu kommen braucht. „Die fristlose Entlassung wurde bereits vier Tage vorher schriftlich aufgesetzt“, erläutert Hobisch. 

Der AK-Jurist schaltete sich ein. Doch auch eine Intervention des Rechtsexperten beim Arbeitgeber nutzte nichts, daher blieb nur mehr die Klage und der Weg vors Gericht. Letztlich bekam der Dachdecker Recht und rund 3.750 Euro nachbezahlt.

Sollte es Unregelmäßigkeiten oder dergleichen sowie Fragen geben, dann können sich die Arbeitnehmer an die Arbeiterkammer Burgenland (02682/740) wenden.  

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