Frau mit Kopfschmerzen © Kurhan, stock.adobe.com
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AK-Präsident: „Arbeit darf nicht krank machen!“ 

Ausgebrannt, vollständig innerlich erschöpft, zu nichts mehr Lust: Immer mehr Arbeitnehmer leiden am sogenannten „Burnout“. Zwar zeigt der aktuelle Arbeitsklima-Index große Zufriedenheit in den burgenländischen Betrieben, doch der steigende Zeitdruck, die ständige Erreichbarkeit und Überstunden sorgen für höhere Belastungen – sowohl physischer als auch psychischer Natur. „Für uns ist ein gesunder Arbeitsplatz das A und O. Arbeit darf nicht krank machen“, betont AK-Präsident Gerhard Michalitsch und fordert korrekt bezahlte Mehrleistungen, betriebliche Gesundheitsförderung, ein Recht auf Nicht-Erreichbarkeit und die 6. Urlaubswoche.  

Überstunden und Arbeiten in der Freizeit bringen Arbeitnehmer an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Befragungen zeigten: hohe Arbeitszeitbelastung korreliert mit der gesundheitlichen Situation. Hoher Zeitdruck in der Arbeit hat starke negative Effekte auf die eigene gesundheitliche Verfassung, die körperliche Leistungsfähigkeit, aber auch auf das persönliche Wohlbefinden generell. Vor allem psychischer Stress, Zeitstress, Isolation am Arbeitsplatz, physische Belastungen und Innovationsstress machen den Arbeitnehmern zu schaffen. Aber auch die ständige Erreichbarkeit und das „freiwillige“ Arbeiten in der Freizeit erhöhen den Druck und reduzieren die Erholungsphasen. Dazu sinkt die geistige Leistungsfähigkeit.  

AK-Forderungen 

„Wer pausenlos arbeitet, lebt auf Dauer gefährlich. Die physische und psychische Gesundheit leidet unter Zeitdruck und Überstunden“, ermahnt AK-Präsident Gerhard Michalitsch und fordert zeitgleich die korrekte Bezahlung von Mehrleistungen und Überstunden. „Geleistete Mehrarbeit muss auch bezahlt werden – oder mit Zeitausgleich abgegolten werden.“  

Ein essentieller Punkt gilt der betrieblichen Gesundheitsförderung. Diese soll verpflichtend eingeführt werden. 

Klare Regeln bedarf es auch bei Arbeiten in der „Freizeit“ und der ständigen Erreichbarkeit. Michalitsch: „Jeder Arbeitnehmer sollte das Recht auf Nicht-Erreichbarkeit haben. In der Freizeit, im Urlaub oder im Krankenstand muss einmal Schluss sein mit Arbeit – und zwar ohne negative Konsequenzen für die Beschäftigten. Dazu braucht es klare finanzielle Regeln fürs Arbeiten in der Freizeit: Wer sich in der Freizeit für Arbeit bereithalten soll, muss auch bezahlt werden.“ 

Eine andere Notwendigkeit sieht der AK-Präsident in der 6. Urlaubswoche. „Wer hart und fleißig arbeitet, hat auch entsprechende Regenerationszeiten verdient.“

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