5.6.2018

AK: Klares Nein zum 12 Stunden Tag

Das burgenländische Arbeitnehmer-Parlament tagt. In Zeiten der Diskussion rund um Arbeitnehmer-Rechte kommt der Vollversammlung der Arbeiterkammer Burgenland besondere Bedeutung und Brisanz zu.  

Neben dem Rechnungsabschluss und stolzen 29 Anträgen richtet die Vollversammlung der Arbeiterkammer Burgenland den Fokus auf den 12-Stunden-Tag. Die Botschaft von AK-Präsident Gerhard Michalitsch ist dabei klar: „Die Burgenländer sind fleißig und sorgen dafür, dass die heimischen Unternehmen die gute Auftragslage nutzen können. Doch dafür müssen die Überstunden auch ordentlich bezahlt werden. Leistung muss sich lohnen! Wenn Arbeitnehmer mehr arbeiten, dann sollen sie dafür nicht bestraft, sondern fair und gerecht bezahlt werden.“ 

Die Burgenländer leisten pro Jahr 7,9 Millionen Mehr- und Überstunden, davon 1,65 Millionen unbezahlt. Michalitsch: „Mit dem 12-Stunden-Tag würden nicht nur 1,65 Millionen Mehr- und Überstunden nicht ordentlich bezahlt werden, sondern alle 7,9 Millionen – allein im Burgenland. Es muss uns klar sein: Der 12-Stunden-Arbeitstag wäre das Aus für Überstunden-Zuschläge. Damit würden die burgenländischen Arbeitnehmer 45 Millionen Euro pro Jahr verlieren. Das ist inakzeptabel!“ 

Schon jetzt zeigt die tägliche Rechtsberatungs-Praxis in der Arbeiterkammer Burgenland – rund 56.000 Beratungen pro Jahr – ein Problem bei der korrekten Bezahlung von Mehr- und Überstunden auf. „Sollte die türkis-blaue Regierung den 12-Stunden-Tag durchpeitschen kostet es jeden burgenländischen Beschäftigen und damit deren Familien mehrere hundert Euro im Jahr“, rechnet Michalitsch vor und kündigt an: „Wir werden bei diesem Plan zu Lasten der Arbeitnehmer nicht still stehen, sondern uns hinter die Beschäftigen stellen.“