Ferialjob - Kellnerin © Ilan Amith, Fotolia.com
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AK erstritt 1.900 Euro für Kellner

Zwei Jahre lang kellnerte ein 37-Jähriger in einem Restaurant im Nordburgenland. Als während eines Krankenstandes die Kündigung ins Haus flatterte, suchte der Mann bei der Arbeiterkammer Burgenland Hilfe. 1.900 Euro erstritten die AK-Juristen für den geprellten Dienstnehmer. 

20 Stunden war ein 37-jähriger Kellner bei einem Gastronomiebetrieb im Nordburgenland gemeldet. Gearbeitet hat er jedoch weit mehr als diese 20 Stunden. „Bei einer genauen Kontrolle seiner Abrechnungen stellte sich heraus, dass er unterkollektivvertraglich entlohnt wurde. Die geleisteten Mehrstunden schienen auf den Abrechnungen gar nicht auf. Diese wurden prinzipiell nur in bar auf die Hand ausbezahlt. Dabei zeigte sich der Chef noch knausriger und speiste den Mann mit 7 Euro netto die Stunde ab. Dies ist um mehr als einen Euro weniger als der Mindestlohn für eine Normalstunde, obwohl gesetzlich eigentlich sogar ein Zuschlag gezahlt hätte werden müssen“, erklärt AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Martin Sugetich. 

Als der Dienstnehmer dann aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in den Krankenstand ging und diesem ordnungsgemäß meldete, bekam der 37-Jährige die Kündigung. „Dabei hatte er davor noch aus Kulanz einen MR-Termin auf Wunsch des Arbeitgebers verschoben. Mit dem Krankenstand kündigte ihn sein Chef jedoch“, schildert Sugetich. 

Abgesehen von den Lohndifferenzen drohten dem Kellner durch die falsch, weil zu geringe Anmeldung bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) auch sozialrechtliche Nachteile beim Kranken- und Arbeitslosengeld sowie der zukünftigen Pension. 

Nach der Intervention von Seiten der Arbeiterkammer Burgenland zahlte der Arbeitgeber. Insgesamt 1.900 Euro landeten letztlich auf dem Konto des Kellners. Auch die sozialrechtlichen Folgen konnten durch die Korrektur der Meldungen bei der ÖGK verhindert werden. 

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