Gastgewerbe © Ulia Koltyrina, Fotolia
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AK erstritt 3.000 Euro für Barfrau und Koch

Mehr als 3.000 Euro wollte sich ein nordburgenländischer Gastronom sparen. So nutzte er die Allergie einer Barfrau und den Krankenstand eines Koches, um die beiden Arbeitnehmer um ihre Ansprüche zu bringen. Doch er hat die Rechnung ohne die Arbeiterkammer Burgenland gemacht. Sie verhalf dem Pärchen zu ihrem Recht. Während die 34-Jährige bereits zu ihren rund 1.500 Euro kam, wartet der 29-Jährige noch darauf.  

Mit einer schweren allergischen Reaktion landete eine 34-jährigen Barfrau im Krankenhaus Eisenstadt. Eine Reaktion auf die Eichenprozessionsspinne. Die Chefin selbst brachte die Arbeitnehmerin ins Spital. Ein knapp zweiwöchiger Krankenstand folgte.
Da sich der Gesundheitszustand der 34-Jährigen aufgrund des regionalen Vorkommens der Eichenprozessionsspinne nur verschlechtern konnte, kündigte sie im Krankenstand das Dienstverhältnis fristgerecht. 
Doch die noch offenen Ansprüche zahlte der Arbeitgeber nicht korrekt. „Ein Teil der Ansprüche, die der Arbeitnehmerin aufgrund der gesetzlichen, kollektivvertraglichen und vertraglichen Bestimmungen zustanden, blieb aus“, schildert AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Heinzi-Erik Hobisch den Fall, der vor etlichen Monaten auf seinem Tisch landete. 
Der Intervention der AK Burgenland kam der Arbeitgeber nicht zeitgerecht nach. Der Fall landete vor Gericht. Letztlich zahlte der Arbeitgeber. Rund 1.500 Euro landeten auf dem Konto der 34-Jährigen. 

Mit einer ähnlichen Masche versuchte es der Arbeitgeber auch bei einem 29-jährigen Koch. Er erlitt bei einem Arbeitsunfall schwere Verbrennungen an der Hand. Mit einem Lächeln und mit dem Wort „Tschüss“ vom Chef bedacht, machte sich der 29-Jährige auf den Weg ins Krankenhaus. Der Arbeitnehmer ging aufgrund der Verletzung noch am selben Tag in den Krankenstand. Die Folge: Der Arbeitgeber meldete ihn sofort bei der Gebietskrankenkasse mit Dienstgeberkündigung ab. Beharrlich weigert sich der Arbeitgeber die zustehenden Beendigungsansprüche zu bezahlen. 
Dabei hat der Arbeitgeber die Rechnung ein weiteres Mal ohne die AK gemacht. Auch in diesem Fall schaltete sich der AK-Jurist ein. Doch selbst eine Intervention des Rechtsexperten beim Arbeitgeber zur Zahlung der rund 1.500 Euro nutzte nichts, daher blieb nur mehr die Klage und der Weg vors Gericht.  

Sollte es Unregelmäßigkeiten oder dergleichen sowie Fragen geben, dann können sich die Arbeitnehmer an die Arbeiterkammer Burgenland (02682/740) wenden. 

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Bianca Werfring
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