11.5.2018

AK erstritt 31.000 Euro für Maler

Knapp 31.000 Euro haben zwei ungarische Dienstnehmer der Arbeiterkammer Burgenland zu verdanken.

Beide waren von Jänner bis August 2016 für 39 Stunden als Maler bei einem südburgenländischen Malereibetrieb tätig – inklusive ordnungsgemäßer Lohnabrechnungen. Doch der Schein trog. „Den beiden Dienstnehmern wurden zwar ordnungsgemäße Lohnabrechnungen vorgelegt, die sie auch unterzeichnen mussten. Jedoch zwang sie ihr Dienstgeber, das laut Abrechnung auf ihr Konto überwiesene Entgelt in Bar zurückzuzahlen“, schildert AK-JuristChristian Drobits.

De facto erhielten die beiden Dienstnehmer lediglich 7 Euro netto pro Stunde.  Als sie den Chef darauf ansprachen, wurde sie fristlos gekündigt.

Die Arbeiterkammer klagte und verhalf den beiden Malern zu einer korrekten Entlohnung. Die nachgezahlten Entgelte beliefen sich auf 16.267,75 Euro und 14.525,26 Euro (jeweils netto).

„Der aktuelle Fall zeigt, wie schwarze Schafe unfairen Wettbewerb auf dem Rücken von Beschäftigten betreiben. Das ist sicher kein Einzelfall. Lohnraub gilt es mit aller Kraft zu bekämpfen, um die Beschäftigten und auch die heimische Wirtschaft zu schützen! Dafür braucht es aber nicht, wie von der Bundesregierung geplant, weniger Finanzpolizei – sondern mehr Finanzpolizei“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch und nimmt auch die Unternehmer in die Pflicht: „Lohndumping ist kein Kavaliersdelikt, sondern Diebstahl an den Arbeitnehmern. Wer Lohnraub begeht, der muss mit scharfen Strafen rechnen können und der muss auch bei öffentlichen Aufträgen nicht mehr mitspielen dürfen. Diese schwarzen Schafe gehören aus dem Verkehr gezogen, damit alle anderen einen fairen Wettbewerb vorfinden! Aber auch das zeigt dieser Fall: Wer von Lohnraub betroffen ist, dem wird von den Experten der Arbeiterkammer geholfen. Auf unsere Hilfe können sich die Arbeitnehmer verlassen!“

Sollte es Unregelmäßigkeiten oder dergleichen sowie Fragen geben, dann können sich die Arbeitnehmer an die Arbeiterkammer Burgenland (02682/740) wenden.