Ihr Unternehmen meldet Insolvenz - Wieviel Geld bekommen Sie? © Kai Koehler, Fotolia.com
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AK erstritt knapp 5.000 Euro für Assistentin

Fast eineinhalb Jahre musste eine Mittelburgenländerin auf das Geld von ihrem ehemaligen Arbeitgeber warten. Dieser hatte sie ungerechtfertigt im Krankenstand entlassen. Die Arbeiterkammer Burgenland stand ihr zur Seite und verhalf der Arbeitnehmerin zu fast 5.000 Euro. 

Mehr als ein Jahr arbeitete die 28-Jährige als Management/Consulting-Assistentin bei einer burgenländischen Firma als sie erkrankte. Pflichtbewusst verständigte sie den Arbeitgeber und übermittelte die Arbeitsunfähigkeitsmeldung. Als nach vierzehn Tagen keine Besserung bei ihr eintrat, wurde ihr Chef unruhig. Er bot seiner Mitarbeiterin eine Reduzierung der Arbeitszeit von 40 auf 20 Stunden an. Ein Nein von Seiten der Mittelburgenländerin und die Abzeichnung eines länger dauernden Krankenstandes führte letztlich zur Entlassung. „Ungerechtfertigt“, meint Arbeitsrechtsexperte Mag. Heinzi-Erik Hobisch. Als Grund brachte der Arbeitgeber eine vermeintlich nicht korrekt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsmeldung ins Spiel. „Die Arbeitsunfähigkeitsmeldung erfolgte ordnungsgemäß und wurde auch im vorgeschriebenen Zeitraum übermittelt“, versichert der AK-Jurist.

Auf die Intervention der AK reagierte der Unternehmer nicht. Er zeigte sich uneinsichtig und ließ es auf ein Verfahren ankommen. Vor dem Richter einigte man sich - aber auch erst beim zweiten Anlauf. Nach der ersten Verhandlung wurde der Vergleich von Seiten des Arbeitgebers widerrufen. 

Letztlich zahlte der Arbeitgeber knapp 5.000 Euro brutto nach. 

Sollte es Unregelmäßigkeiten oder dergleichen sowie Fragen geben, dann können sich die Arbeitnehmer an die Arbeiterkammer Burgenland (02682/740) wenden.

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Roman Felder
Kommunikation & Marketing
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