Kinderbetreuung © lordn, Fotolia.com
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AK fordert Verlängerung der Sonderbetreuungszeit

Kind betreuen oder Job gefährden? Diese Frage stellen sich viele Eltern mit dem Auslaufen der dreiwöchigen Sonderbetreuungszeit. Gerade für Alleinerzieher ein Problem. Denn sie müssten damit am Montag wieder zur Arbeit. „Unmöglich“, wie AK-Präsident Gerhard Michalitsch meint. „Die derzeitige Regelung ist unzureichend. Es braucht eine Verlängerung.“ 

„Die dreiwöchige Sonderbetreuungszeit reicht nicht aus. Wir brauchen dringend eine Verlängerung der Sonderbetreuungszeit bis zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten sowie einen Rechtsanspruch für alle Arbeitnehmer und eine komplette Kostenübernahme durch den Bund“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch und ergänzt: „Dazu sollte die Sonderbetreuungszeit einer Pflegefreistellung gleichgestellt sein. Dies ermöglicht auch den tage- bzw. stundenweisen Verbrauch.“

Bisher erhielten Arbeitgeber für die Dauer ihrer Freistellung ein Drittel ihrer Lohnkosten vom Bund ersetzt. Doch es fehlt der Rechtsanspruch darauf. Der Arbeitgeber alleine entschied, ob seinem Mitarbeiter die Sonderbetreuungszeit gewährt wurde.
Zu wenig, geht es nach der Arbeiterkammer Burgenland. „Die Regierung muss den Menschen jetzt Sicherheit geben und die Sonderbetreuungszeit ausweiten, mit einem Rechtsanspruch versehen und die Kosten übernehmen.“

Schon jetzt stoßen Familien und oft gerade Frauen an ihre Grenzen. „Was Familien derzeit alles schultern müssen ist eine Wahnsinns-Leistung und vor allem eine immense Belastung. Dazu kommen dann oft große Sorgen: einerseits darum, wie sie die Kinderbetreuung und den Heimunterricht bewältigen sollen, andererseits auch um ihre Arbeitsplätze. Diese Sorgen gilt es ihnen zu nehmen“, plädiert der AK-Präsident.

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