24.5.2018

AK fordert mehr Gerechtigkeit

Die Nachfrage ist groß, das Angebot teilweise zu gering. Gesundheits- und Pflegeberufe gewinnen stark an Bedeutung. Doch es fehlt an gut ausgebildeten Pflegekräften. Obwohl eine gute, fundierte Ausbildung in diesem Bereich mit einer Beschäftigungsgarantie gleichzusetzen ist, entscheiden sich in Österreich zu wenig Menschen für einen Job in den Sparten Gesundheit, Pflege und Betreuung.

Bei der Informationsveranstaltung aus der Reihe „Arbeit & Leben“ griffen die Arbeiterkammer Burgenland und der ÖGB Burgenland das Thema Arbeiten in Gesundheit und Pflege auf und analysierten gemeinsam mit Dr. Peter Hoffmann, Arbeits-, Organisation-, und Wirtschaftspsychologe, und Dr. Bernhard Rupp MBA, Leiter der Abteilung Gesundheitsberufe in der AKNÖ, aktuelle Entwicklungen in den Pflegeberufen. 

Die Herausforderungen sind enorm, wie auch AK-Präsident Gerhard Michalitsch einräumt: „Die rund 10.000 Beschäftigen im Gesundheits- und Sozialwesen sind mit enormen Problemen konfrontiert. Der Druck auf die Beschäftigten steigt, weil der Pflegebedarf steigt – sowohl im Pflegebereich selbst, als auch in den Gesundheitseinrichtungen. Die Gründe liegen auf der Hand: Wenn die Menschen immer älter werden, dann gibt es immer mehr ältere Menschen – und das ist gut so! Dadurch steigt aber auch die Zahl der Demenzerkrankungen – eine besonders große nervliche Herausforderung für das Personal.“

Bessere Arbeitsbedingungen und auch gerechte Entlohnung sind damit für den AK-Präsidenten unumgänglich. „Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam Rahmenbedingungen im Gesundheits- und Sozialwesen zu schaffen, damit die Beschäftigten weiter Freude an der Arbeit haben und damit die Patienten eine würdige Betreuung bekommen“, betont der AK-Präsident.