Pflegerin gibt älterer Dame zu trinken © Alexander Raths, stock.adobe.com
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24-Stunden-Betreuerinnen fehlen wegen Corona: AK fordert vollen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz

Die Corona-Krise sorgt auch für eine Krisensituation in einem Teilbereich der Pflege: Durch die Grenzschließungen vieler Staaten wird die An- und Abreise vieler Pflegekräfte aus dem Ausland verhindert. Damit fehlen vielerorts 24-Stunden-Betreuerinnen zur Pflege zuhause – noch viel mehr als in normalen Zeiten. Dazu kommt das Ansteckungsrisiko, weil gerade auch in Osteuropa zu wenig Tests auf das Corona-Virus durchgeführt werden. Ohne negativem Testergebnis ist aber einerseits die Einreise oft nicht möglich und wer doch über die Grenze kommt, steckt möglicherweise besonders gefährdete Menschen an.

Die AK Burgenland fordert schon länger einen Rechtsanspruch auf die volle Pflegekarenz bzw. Pflegeteilzeit für 3 Monate (nach Verlängerung insgesamt 6 Monate). In der letzten AK-Vollversammlung wurde ein entsprechender Antrag beschlossen. Durch die Corona-Krise ist diese Forderung besonders akut geworden, sagt AK-Präsident Gerhard Michalitsch: „Derzeit besteht nur ein Anspruch auf 2 bzw. 4 Wochen Pflegekarenz – gedacht als Zeitraum um eine längerfristige Lösung für die Pflege eines Angehörigen zu suchen. Durch die Grenzschließungen gibt es jetzt jedoch viel zu wenig Personal und eine längerfristige Lösung ist überhaupt nicht möglich. Wir sehen einen akuten Pflegenotstand. Deshalb braucht es jetzt mehr denn je den Rechtsanspruch auf die volle Pflegekarenz bzw. Pflegeteilzeit!“

Kontakt

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Reinhard Huber
Büro des AK-Präsidenten
E: reinhard.huber@akbgld.at
T: 0676/6675471