Studierende sitzen im Hörsaal © Gorodenkoff , stock.adobe.com
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AK Burgenland kritisiert die Kündigung des Fördervertrages der Stadt Eisenstadt mit der FH Burgenland

Auf großes Unverständnis trifft die Entscheidung von Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, den Fördervertrag mit der FH Eisenstadt aufzulösen bei AK-Präsident Gerhard Michalitsch. "Gerade in Zeiten, in denen Studierende ohnehin mit finanziellen Ängsten zu kämpfen haben, ist es kurzsichtig, den Fördervertrag mit einer der wichtigsten Bildungseinrichtungen des Burgenlandes aufzukündigen", meint AK-Präsident Gerhard Michalitsch und sagt weiter: „Die moderne Arbeitswelt verlangt von den Arbeitnehmern immer mehr Qualifikationen. Förderungen zu kürzen würde bedeuten, Ausbildung, Weiterbildung und Forschung in der Landeshauptstadt und damit den Wirtschaftsstandort zu gefährden.“

Mit über 4.600 Studierenden aus verschiedenen Studiengängen und Master-Lehrgängen, vielen erfolgreichen Absolventen, die quer durch Österreich und auch international anerkannte Leistungen im Job abliefern ist die FH Burgenland ein wichtiger Bildungsstandort. Am Standort Eisenstadt wurden im Studienjahr 2019/20 rund 2.400 Studierende gezählt. Auch als Arbeitgeber spielt die Fachhochschule mit ihren 800 Beschäftigten eine wichtige Rolle am Arbeitsmarkt. „Weltweit wird derzeit alles unternommen, die Sicherheit bzw. die Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen, in Eisenstadt passiert das Gegenteil“, kritisiert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Das Ende der Förderung wird vonseiten des Bürgermeisters mit fehlenden Studiengebühren begründet. Michalitsch: „Im Gegenteil ist es uns als Arbeiterkammer ein großes Anliegen, dass die Menschen die besten Bildungschancen unabhängig von der Geldbörse der Eltern haben. Wir setzen uns dafür ein, dass weiterhin keine Studiengebühren eingehoben werden, vor allem nicht von jenen, die neben dem Studium arbeiten. Aufgrund der Mehrfachbelastung brauchen sie ohnehin länger bis zum Studienabschluss als Vollzeitstudierende. Und viele haben coronabedingt ihren Arbeitsplatz verloren oder durch Kurzarbeit Einkommenseinbußen. Außerdem leisten sie als Steuerzahler bereits jetzt vielfach einen finanziellen Beitrag. Die Auflösung des Fördervertrags ist ein Signal der Geringschätzung gegenüber jenen, die besonders fleißig sind.“ 

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