16.4.2018

AK-Burgenland warnt vor unseriösen Geschäftemachern mit Nahrungsergänzungsmitteln

Fit und gesund soll man sein, wenn man Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Damit werden menschliche Grundbedürfnisse geweckt und der Griff zu teuren Wundermitteln liegt nahe. 

Eine unliebsame Überraschung erlebte Manuel S. aus dem Nordburgenland mit einem Versender von Nahrungsergänzungsmitteln. Ein Freund überredete Manuel S. zu einer Bestellung zum Preis von 153 Euro. Dass die Ware nicht seinen Vorstellungen entsprach, akzeptierte der Konsument noch. Immerhin sind ja Geschmäcker verschieden und gerade im Bereich von Nahrungsergänzungsmitteln ist die versprochene Wirkung meist schwer nachzuweisen. 

Sehr wohl störte den Nordburgenländer aber, dass plötzlich eine weitere Lieferung eintrudelte und diese mit einer Rechnung in der Höhe von fast 500 Euro für drei weitere Lieferungen verbunden war. Die exorbitanten Rechnungen sorgten bei Manuel S. für eine akute Magenverstimmung und wandte sich daraufhin sofort an den AK-Konsumentenschutz. 

In diesem Fall hatte der Kunde nachweisbar nur eine einzige Lieferung bestellt. Für jede weitere ist eine spezielle gesetzliche Regelung anwendbar. „Nicht veranlasste Zusendungen müssen Konsumenten nicht zurückschicken. Diese Waren dürfen verwendet, verschenkt oder auch weggeworfen werden“, schildert Mag. Christian Koisser von der AK-Burgenland die Rechtslage. Zu zahlen ist in einem solchen Fall nichts. Aber Vorsicht: Manche Anbieter verstecken im Kleingedruckten, dass es sich um einen Vertrag mit mehreren Lieferungen handelt. Wer vor Vertragsschluss aufmerksam ist, vermeidet unter Umständen unliebsamen Ärger.