Pfleger hilft Dame in den Rollstuhl © auremar , stock.adobe.com
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AK will bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Das Thema Pflege geht jeden an und stellt eine große Herausforderung dar. Gerade Pflegekräfte leiden unter einem enormen Druck. Die Arbeitsbedingungen sind hart, Verbesserungen dringend notwendig. „Die Bedingungen müssen schnell und umfassend verbessert werden. Angefangen mit besserer Bezahlung und einer Arbeitszeitverkürzung“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch.  

Die Pflege von kranken und alten Menschen spielt mehr und mehr eine zentrale gesellschaftliche Rolle, weil die Herausforderungen nahezu jeden betreffen: die Pflegebedürftigen, die betreuenden Angehörigen und die in der Pflege Beschäftigten. Letztere kämpfen gerade für eine Reduktion der Normalarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich. 

Diese Gewerkschafts-Forderung hat die volle Unterstützung der Arbeiterkammer Burgenland. „Die Pflege ist der Bereich, in dem extrem viel Druck herrscht. Pflegekräfte leisten Tag für Tag Unglaubliches. Dieser Beruf ist äußerst fordernd und verlangt volle Konzentration und hohe Verantwortung. Dazu kommen enorme körperliche und psychische Belastungen. Dafür verdienen Pflegekräfte entsprechende Wertschätzung und unseren vollsten Respekt. Damit geht auch bessere Bezahlung und Arbeitszeitverkürzung einher“, betont AK-Präsident Gerhard Michalitsch.

Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig und dadurch auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Diese Rahmenbedingungen verlangen den Beschäftigten immer mehr ab. Der Schrei nach Veränderungen wird immer lauter. Dies unterstreicht auch der Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer. Gerade die Pflegekräfte sind skeptisch, was die Ausübung ihres Berufs im Alter betrifft. Der Stress und die Belastungen seien zu groß. „Es bedarf Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Unter anderem eines bundesweiten, einheitlichen Personalschlüssel, der der schwierigen Praxis im Alltag der Pflegekräfte gerecht wird“, bringt es AK-Sozialpolitik-Expertin Mag. Brigitte Ohr auf den Punkt.

Um diesem Bereich entsprechendes Gewicht zu verleihen, lädt die AK Burgenland in Kooperation mit dem Land Burgenland am 18. März 2020 zum ersten „Tag der Pflege“. Mehr als 20 Organisationen haben bereits zugesagt. Sie geben ihr Wissen und ihre Fachkompetenz zum Thema Pflege weiter. Namhafte Institutionen, Sozialversicherungsträger und Bildungseinrichtungen, die Beratung, Information oder Ausbildung in der Pflege anbieten, stehen an diesem Tag zur Verfügung.

„Wir stehen voll und ganz hinter allen Arbeitnehmern, die in der Pflege tätig sind. Die Arbeit in der Pflege und Betreuung darf nicht krank machen. Dafür setzen wir uns ein“, versichert der AK-Präsident. 

Kontakt

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Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing
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