Black Friday © Pixabay, Pixabay
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Achtung vor schwarzen Schafen am Black Friday

Der Counttown läuft! Die Black Week hat bereits begonnen. Sie findet ihren Höhepunkt im Black Friday am 25. November bzw. im Cyber Monday am 28. November 2022. Sowohl in Geschäften als auch in Online Shops gibt es Angebote bis zum Umfallen. Gerade im Internet ist aber Vorsicht angesagt. „Die Jagd nach Schnäppchen zum Black Friday ruft natürlich auch unseriöse Anbieter auf den Plan. Denn gerade online ist es leicht, unvorsichtig gewordene Käufer auszutricksen. Vor allem, wenn Vorauszahlung vereinbart ist“, erklärt AK-Konsumentenschutzexperte Mag. Christian Koisser.
Schnäppchen halten nicht immer das, was sie versprechen. Das zeigt auch die Erfahrung eines Nordburgenländers, der für seinen Balkon ein spezielles Sitzmöbel suchte und dieses auch auf einer Homepage fand. Der Anbieter aus Deutschland schien seriös zu sein und bot gerade diese Sitzmöbel aus Segeltuch für draußen zu einem sehr günstigen Preis, der aber auch nicht auffällig niedrig war. Gerade als Black Friday-Angebot erschien dies dem Nordburgenländer durchaus glaubhaft. Die Zahlung musste sofort erfolgen, als Lieferfrist waren allerdings einige Wochen vereinbart. Diese Frist wurde nicht eingehalten, doch der Verkäufer fand immer wieder gute Gründe, um zu vertrösten. Als die Frist bereits mehrere Monate vorbei war, erklärte der Kunde den Rücktritt vom Vertrag. Ab diesem Moment war plötzlich keine Kommunikation mit dem Unternehmen mehr möglich und bald war auch die Homepage nicht mehr sichtbar. Der angebliche Vertragspartner hatte sich in Luft aufgelöst.

Schnäppchen, Deals und Sparaktionen – pünktlich zum Beginn der Weihnachtsshoppingzeit purzeln die Preise anlässlich von Black Friday und Co. Die Einkäufe vor allem im Internet sind aber nicht ganz ohne Risiko. Der AK-Konsumentschutz warnt: Versteckte Nebenkosten und Versandspesen können den Konsumenten schnell teuer zu stehen kommen. Daher gilt: immer genau darauf achten. Gerade bei auffällig billiger Ware sollten alle Alarmglocken schrillen, so genannte Fake-Shops bedienen sich solcher Lockangebote. Wichtig ist immer die Überprüfung der Angaben im Impressum auf der Homepage. Stellen sich Zweifel an der Seriosität des Online-Shops ein, sollte man die Finger davonlassen. Eine Entscheidungshilfe sind Einrichtungen wie das österreichische E-Commerce Gütezeichen (www.guetezeichen.at). Auch der österreichische Internet-Ombudsmann und seine Warnseite watchlist-internet.at können helfen.

 „Black Friday-Preise sind auch nicht immer ein Hit“, weiß Koisser. Der AK Preismonitor zeigt: Black Friday Preise sind nicht immer unschlagbar günstig. In fast einem Drittel der Fälle war bereits am Tag des Angebots ein günstigeres Produkt am Markt zu finden. „Wer ein bestimmtes Produkt kaufen möchte, sollte am besten mit einer Preissuchmaschine den Preis checken“, empfiehlt Koisser. Preissuchmaschinen wie geizhals.at oder idealo.at sind nützliche Hilfsmittel, um Rabattangebote zu vergleichen.

Zum Stolperstein beim Online-Shopping könnte auch die Zahlungsart werden. Vorauszahlung sollte nur bei besonders vertrauenswürdigen Vertragspartnern vereinbart werden. Diese Zahlungsart wird nämlich sehr gerne von unseriösen Anbietern genutzt. Fast auf Nummer sicher geht man mit Kauf auf Rechnung. Während in dieser Hinsicht die Kreditkarte ebenso wie PayPal gewissen Schutz bieten kann, hat bei einer Einzugsermächtigung der Kunde im Ernstfall oft noch die Möglichkeit, den Betrag wieder zurück zu buchen.

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