28.3.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Ausserordentliche Vollversammlung

In einer Ausserordentlichen Vollversammlung der Arbeiterkammer Burgenland im Kulturzentrum Eisenstadt legte heute Alfred Schreiner seine Funktion als Präsident der AK Burgenland zurück. Er wird mit April in Pension gehen. Zum neuen Präsidenten wurde der bisherige AK-Vizepräsident und ÖGB-Landessekretär Gerhard Michalitsch einstimmig von den Kammerrätinnen und Kammerräten gewählt. Sozialminister Alois Stöger gelobte den neuen Präsidenten an.

„Ich bin ein Arbeiterkind und ich danke meinen Eltern, dass sie mich auf meinem Weg immer unterstützt haben“, sagte der der neue AK-Präsident Gerhard Michalitsch in seiner ersten Rede nach der Angelobung. Er dankte seinem Mentor Alfred Schreiner, der eine Ära des Aufschwungs im Burgenland geprägt habe.
Präsident Michalitsch nannte drei Ziele, die er als AK-Präsident erreichen wolle: „Die Arbeiterkammer hat ein ausgezeichnetes Fundament. Ich will sie aber noch näher zu den Menschen bringen. Das betrifft den Ausbau des Services für unsere Mitglieder, aber auch die konkrete politische Interessensarbeit. Weiters muss der Sozialstaat weiter ausgebaut und abgesichert werden, vor allem die Finanzierung muss weiterhin gegeben sein. Als drittes Ziel will ich erreichen, dass jeder, der arbeitet, auch gut von seinem Einkommen leben kann. Wir wollen Partner für die Wirtschaft sein, die diese Ziele unterstützen, aber auch kritisch jenen auf die Finger schauen, die sich nicht an die Gesetze halten und gegen Arbeitnehmerinteressen agieren.“ 

Die Vollversammlung fand in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste statt. Neben Landeshauptmann Hans Niessl, den LandesrätInnen Verena Dunst, Mag. Astrid Eisenkopf, Mag. Norbert Darabos und Helmut Bieler und den Landtagspräsidenten Christian Illedits und Rudolf Strommer nahmen Vertreter der  Landtagsklubs, der anderen Arbeiterkammern und der Sozialpartner an der Sitzung teil. 

In seinem Referat vor der Vollversammlung lobte Sozialminister Alois Stöger die Arbeit von Alfred Schreiner: „Alfred Schreiner war immer ein Garant für eine starke Arbeitnehmervertretung. Er hat sich unermüdlich für die Interessen der burgenländischen Arbeitnehmer eingesetzt.“
Stöger bekannte sich zu einer aktiven Arbeitsmarktpolitik: „Wir brauchen faire Spielregeln im Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping.“ Mit der gestern präsentierten Beschäftigungsinitiative sollen 20.000 neue Jobs entstehen, mit der Ausbildungspflicht habe man einen wichtigen Schritt bei der beruflichen Qualifizierung von Jugendlichen gesetzt. Auch auf der EU-Ebene müsse aber das Thema Arbeit oberste Priorität haben. 

Die Wahl des neuen Präsidenten machte weitere Personalentscheidungen in der AK-Vollversammlung notwendig. Wolfgang Jerusalem wurde einstimmig zum neuen Vizepräsidenten, ebenso einstimmig Michael Mohl zum neuen Vorstand gewählt.

Wortmeldungen der Frakionen, von LH Hans Niessl und Präsident Kaske

Nach dem offiziellen Teil der Vollversammlung stand in einer Verabschiedungsfeier der scheidende Präsidenten Alfred Schreiner im Mittelpunkt.
Landeshauptmann Hans Niessl überreichte Schreiner die höchste Landesauszeichnung, das Komturkreuz. 
Niessl: „Alfred Schreiner ist ein Baumeister des modernen Burgenlands. Er hat immer angepackt, wenn es um die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ging. Alfred Schreiner ist ein großartiger Mensch, der sich immer bei den Menschen in den Betrieben wohlgefühlt hat. Aus Zeichen der Wertschätzung und der Dankbarkeit darf ich diese hohe Auszeichnung übergeben.“

Weiters meldeten sich Vertreter der in der AK-Vollversammlung vertretenen Fraktionen zu Wort.
Dorottya Kickinger (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen): „Alfred Schreiner hat immer eine Politik vertreten, die von den Menschen kam und für die Menschen war.“
Christoph Zarits (ÖAAB): „Ich danke Alfred Schreiner für seine Leistungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“
Siegfried Zeltner (Freiheitliche Arbeitnehmer): „Alfred Schreiner hat sich immer besonders auch um die kleinen Fraktionen in der Arbeiterkammer gekümmert, die Zusammenarbeit war immer von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt.“

Bundesarbeitskammer-Präsident Rudolf Kaske erinnerte in seiner Dankesrede daran, dass er Alfred Schreiner schon seit der Gewerkschaftsjugend verbunden war: „Wir sind beide Kinder der Kreisky-Zeit. Fredi Schreiner ist einer der erfolgreichsten Arbeiterkammer-Funktionäre überhaupt, seine Wahlerfolge sind eindrucksvoll. Er hat viel gearbeitet, viel erreicht und wenn es im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein musste, war er hart in der Sache. Alfred Schreiner war das Gesicht der Arbeiterkammer im Burgenland und ich wünsche seinem Nachfolger Gerhard Michalitsch viel Erfolg. Jede Organisation hat ihre Schwergewichte, aber wir brauchen auch Leuchttürme in der Arbeiterkammer.“

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK