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Lampenverkauf © Pixabay, Pixabay

Betrugsversuch: Angeblicher Käufer droht mit 5 Jahren Gefängnis

Eigentlich wollte eine Nordburgenländerin nur ihre Lampen verkaufen, doch stattdessen war sie mit dreisten Drohungen konfrontiert. Gefängnis und eine Geldstrafe von 75.000 Euro standen im Raum. Sie suchte Hilfe bei den Konsumentenschutzexperten der AK Burgenland. Erfolgreich!

Schön und neuwertig, aber nicht passend genug: Eine Nordburgenländerin trennte sich von ihren Lampen. In einer Flohmarktgruppe in einem sozialen Netzwerk suchte sie einen Käufer. Und weil sie sich nicht mit einer riskanten Versendung herumärgern wollte, verlangte sie persönliche Abholung. Relativ schnell nahm ein Interessent Kontakt auf. Man einigte sich. Dass er die Lampen durch einen Boten abholen lassen wollte, erschien der Verkäuferin zunächst nicht verdächtig.

Als aber danach eine Mitteilung durch einen bekannten Transportdienstleister kam, wurde sie stutzig. Sie solle für das Abholen 100 Euro vorstrecken. Die Nordburgenländerin teilte daraufhin dem Käufer mit, dass sie unter diesen Umständen nicht verkaufen will. Da wurden plötzlich andere Seiten aufgezogen: Die Verkäuferin in spe wurde benachrichtigt, dass ein Betrugsverfahren gegen sie eingeleitet worden sei. Wenn Sie nicht noch am selben Tag 200 Euro über einen Aufladecode einzahle, würde sie fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 75.000 Euro riskieren. 

Besonders einschüchternd erschien der Verkäuferin der Passus „Sie werden von unseren Sicherheitsdiensten festgenommen, weil wir die Adresse Ihres Hauses haben“. Sie ließ sich trotzdem nicht einschüchtern und wandte sich an die Konsumentenschützer der AK Burgenland.

„Es handelte sich schlicht und einfach um einen Betrugsversuch. Die Kontaktaufnahme mit der Verkäuferin war einzig und alleine zu dem Zweck erfolgt, ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Nachrichten stammten weder von einem interessierten Käufer noch von einem Transportdienstleister“, fasst AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser zusammen und rät: „In solchen Situationen darf man sich nicht einschüchtern oder sich vorschnell zu Zahlungen überreden lassen. Im Zweifelsfall auf jeden Fall beim AK-Konsumentenschutz nachfragen.“ 

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