1.8.2018

Damit das Pflichtpraktikum nicht zum Flop wird

Der Juli ist vorbei, der August wartet und während ein Teil der Schüler und Jugendlichen ihr Praktikum schon hinter sich haben, macht der andere erste Erfahrungen in der Arbeitswelt. 

Doch gerade am letzten Praktikumstag gilt es einiges zu beachten. „Da ein Praktikum grundsätzlich ein Arbeitsverhältnis ist, haben Praktikanten Anspruch auf zwei Tage Urlaub. Sollten diese nicht konsumiert werden, müssen sie ausgezahlt werden. Auch Überstunden müssen sich am Lohnzettel niederschlagen“, erklärt AK-Jugendreferentin Jasmin Zeilbauer. 

Achtung: Überstunden für Jugendliche unter 18 Jahren sind nicht erlaubt! Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nicht mehr als acht Stunden am Tag arbeiten. 

Vorsicht: Wer bei Unstimmigkeiten zu lange wartet, kann aufgrund von Verfallsbestimmungen Geld verlieren. 

Ansonsten gilt nach dem Praktikum: 

- Geld und Endabrechnung sind vorhanden 

- keine – meist klein gedruckte – Verzichtserklärung unterschreiben 

- Erhalt der Arbeitspapiere (Jahreslohnzettel, Praxisbestätigung etc.)  

- Steuerausgleich machen lohnt sich! 

Schon während des Praktikums macht es Sinn regelmäßig genaue Tätigkeitsaufzeichnungen und Aufzeichnungen über die tatsächliche Arbeitszeit zu führen. Dazu darf nicht auf die Bestätigung der Meldung bei der Gebietskrankenkasse vergessen werden.  

Vor Praktikumsantritt 

Prinzipiell sollten schon vor Antritt des Praktikums die genaue Tätigkeit, Beginn und Ende der Beschäftigung, Arbeitszeit, eventuelle freie Tage, Entlohnung, gegebenenfalls Kost und Quartier in einem Arbeitsvertrag schriftlich vereinbart sein.