Älterer Mann liest in einem Buch © Matthias Stolt, stock.adobe.com
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Die Kündigung eines Partnervermittler-Vertrags

Die Suche nach der großen Liebe kam einen Südburgenland teuer zu stehen. Denn der Vertrag mit einer deutschen Online-Partnervermittlung verlängerte sich automatisch um ein Jahr. Erst durch die Hilfe der AK-Konsumentenschutzexperten konnte er aus dem Vertrag raus und sparte bares Geld.  

Die österreichische Gesetzeslage dürfte einer deutschen Onlinepartnervermittlung nicht geläufig sein. Mit einer „versteckten“ Klausel wollten sie einem Südburgenländer länger binden. Ihn sprach der Internet-Auftritt eines Partnervermittlers mit Sitz in Hamburg an und er entschloss sich, die angebotenen Dienste für ein Jahr in Anspruch zu nehmen. Im Vertrag fand sich auch die Passage, wonach sich die Premium-Mitgliedschaft um 12 Monate verlängert, sofern nicht 12 Wochen vor Ablauf des Vertragsjahres gekündigt würde. „In Österreich geht das nicht so einfach“, informiert AK Burgenland-Konsumentenschützer Christian Koisser. „Für so einen Fall müsste der Kunde nochmals rechtzeitig eine Information darüber erhalten, dass die Rechtsfolge der Verlängerung des Vertrags eintritt, wenn er nicht kündigt. So etwas hatte das deutsche Unternehmen nicht vorgesehen, weshalb die Forderung des Entgelts für das zweite Jahr nicht gerechtfertigt war“, schildert Koisser.

Da somit der Vertrag nach dem ersten Jahr beendet war, konnte der Südburgenländer seine Partnersuche auf andere Weise fortsetzen, ohne dem Hamburger Unternehmen etwas zahlen zu müssen. 

„Bei länger andauernden Verträgen wie etwa Abos ist es daher ratsam, die Fristen im Auge zu behalten. Sollte der Entschluss zu einer Kündigung gefasst sein, dann besser zu früh als zu spät kündigen“, rät der AK-Konsumentenschützer und erklärt: „Wenn der Vertrag befristet ist, so kann er sich ohne Zutun nur verlängern, wenn rechtzeitig eine gesonderte Information darüber an den Kunden oder die Kundin ergeht.“

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