Weiblicher Tischlerlehrling beim Hobeln eines Holzstückes © Kzenon, Fotolia.com
Weiblicher Tischlerlehrling beim Hobeln eines Holzstückes © Kzenon, Fotolia.com

Die Lehre hat Zukunft

Ohne Ausbildung keine Zukunft. Eine umfassende und gute Ausbildung ist für Jugendliche die wichtigste Grundlage für den weiteren Erfolg im Beruf. Eine abgeschlossene Lehrausbildung öffnet viele Türen. Trotzdem gilt es die Lehre zu attraktivieren. Daher fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch mehr Geld, bessere Qualität und den Ausbau der Ausbildungsplätze. Dazu soll ein Berufsausbildungsfonds Lastenausgleich zwischen Betrieben schaffen. Michalitsch: „Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, sollen unterstützt werden.“ 

Von Mechaniker, Dachdecker über Kellner bis zum Tischler oder Apotheker: Die Auswahl an Lehrberufen ist groß. Mehr als 200 Lehrberufe stehen zur Wahl.  

Die Lehre ermöglicht viele Chancen. „Durch eine fundierte Lehrlingsausbildung eröffnet sie Jugendlichen enorme Chancen. In diesem Ausbildungsmodell werden die Vorzüge der praktischen Arbeit mit theoretischem Fachwissen optimal verknüpft“, bricht AK-Präsident Gerhard Michalitsch, selbst gelernter Werkzeugmacher, eine Lanze für den Lehrberuf.  

Jedoch zeigt die Praxis: Es mangelt an Fachkräften, weil es zu wenig gute Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Zudem ist das Interesse der Unternehmen gering, in Humankapital zu investieren. Michalitsch nimmt die Unternehmer selbst in die Pflicht: „Die Wirtschaft beklagt weiterhin den Fachkräftemangel, es sind aber nur wenige Betriebe bereit, selbst auszubilden. Daher bedarf es mehr Lehrstellen, einer entsprechenden Qualität der Lehre, aber auch bei der Entlohnung und beim Image besteht Handlungsbedarf. Eine KV-Mindestlehrlingsentschädigung im ersten Lehrjahr von 700 Euro wäre ein Anfang.“  

Berufsausbildungsfonds 

Dazu fordert der AK-Präsident mehr Fairness für ausbildende Betriebe. „Nur über den Facharbeitermangel zu klagen ist deutlich zu wenig. Lehrlinge auszubilden ist das Gebot der Stunde. Daher wäre es nur fair und gerecht jene Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, zu unterstützen. Hier würde der Berufsausbildungsfonds einen finanziellen Ausgleich zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Betrieben schaffen. Jene Betriebe, die nichts in Berufsausbildung investieren, sollen in diesen Fonds einzahlen. Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, sollen von diesen Fonds für ihre Aufwendungen entschädigt werden“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch einen Berufsausbildungsfonds. 

Die Arbeiterkammer vertritt die Interessen von Lehrlingen und Jugendlichen bei Ausbildung, Lehrverhältnis, Gesetzgebung: Die Aufgaben sind vielfältig. Bei Fragen stehen die AK-Experten Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite.

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Bianca Werfring
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