20.4.2017
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Digitalisierung erfordert Verteilungsgerechtigkeit!

2016 haben AK Burgenland und ÖGB Burgenland die Veranstaltungsreihe „Arbeit und Leben“gestartet. Am Mittwoch wurde die Reihe mit dem Themenabend „Digitalisierung erfordert Verteilungsgerechtigkeit!“im Technologiezentrum Eisenstadt fortgesetzt. Drei hochkarätige ExpertInnen umrissen mit ihren Keynotes wichtige Aspekte der Digitalisierung, in der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die Konsequenzen auf unser Sozial- und Steuersystem.

„Wir müssen nachdenken, wie wir jene Gewinne, die Dank der Digitalisierung gemacht werden, besser verteilen“, sagte AK-Präsident Gerhard Michalitsch in seinem Eröffnungsstatement. „Wir müssen in allen Bereichen darauf achten, dass die guten Standards im Arbeitsrecht ebenso wie in der sozialen Absicherung nicht für immer weniger Menschen gelten und umgangen werden, und wir müssen unsere Gesetze und unser Sicherungsnetz dort anpassen, wo neue Arbeitsformen entstehen.“

Expertin Sylvia Kuba von der AK Wien ging in ihrem Referat der Frage nach: „Geht uns die Arbeit aus?“. Sie wies auf die Gefahren der Digitalisierung (Polarisierung, Druck auf mittelqualifizierte ArbeitnehmerInnen), aber auch auf Lösungen (Arbeitszeitverkürzung und Beteiligung an Produktivitätsgewinnen) hin. Univ.-Prof. Martin Risak von der Uni Wien sprach über faires Recht für digitale Arbeitsplätze. Er plädierte für eine Neuauslegung des ArbeitnehmerInnenbegriffes, eine Ausweitung des Schutzes für arbeitnehmerInnenähnliche Personen und ein eigenes Crowdworkgesetz. Den Abschluss machte Ilse Fetik, Betriebsratsvorsitzende der Erste Bank: Sie warf einen Blick auf den Banken- und Finanzsektor, der von der Digitalisierung besonders betroffen sein soll. Sie machte auch die Verteilungsfrage zum Thema.

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