Älteres Paar sitzt vor Notebook © GIROMIN Studio , stock.adobe.com
© GIROMIN Studio , stock.adobe.com

Hacklerregelung: 45 Jahre sind genug

AK Burgenland-Präsident erfüllt die gestrige Ankündigung von Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Kogler, die abschlagsfreie Hacklerregelung nach 45 Arbeitsjahren „reparieren“ zu wollen, mit Sorge: „Es ist gerecht, dass Menschen, die ihr Leben lang hart und fleißig gearbeitet haben, ohne Abschläge in Pension gehen dürfen. Eine ‚Reparatur‘ des Gesetzes mit dem Ziel von ‚mehr Gerechtigkeit‘ kann daher nur eine Ausweitung der abschlagsfreien Hacklerregelung sein. Alles andere wäre Politik gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“ Würde die neue Bundesregierung die seit 1.1.2020 gültige Regelung wieder abschaffen, verlieren betroffene Arbeitnehmer nach AK-Berechnung durchschnittlich rund 360 Euro brutto im Monat – ein Leben lang.

Tatsächlich ist eine Reparatur der Regelung, die der Nationalrat im freien Spiel der Kräfte vor der Nationalratswahl beschlossen hat, auch nach Meinung der AK Burgenland notwendig. Die Vollversammlung der AK Burgenland hat im November einstimmig (!), auch mit den Stimmen der ÖVP-Arbeitnehmer und der grünen AUGE/UG, einen entsprechenden FSG-Antrag beschlossen.

Die AK Burgenland fordert in diesem Antrag:
• die Versicherungszeiten des Bundesheeres, des Zivildienstes und des Wochengeldes in diese Regelung einzubeziehen,
• und auf die Pensionen der Jahrgänge 1954 bis 1957 anzuwenden und die Pensionen dieser Personengruppe auf Anfrage neuzuberechnen. 


„Das wäre gerecht! Denn damit werden zwei große Lücken in der Hacklerregelung geschlossen. Einerseits sind Bundesheer-, Zivildienst- und Wochengeld-Zeiten ebenfalls Leistungen, die Respekt und Anerkennung verdienen. Andererseits sind die vier Jahrgänge 1954 bis 1957 derzeit die einzigen Generationen in Österreich, die von dieser Anerkennung ausgeschlossen sind – davor gab es die Hacklerregelung in ähnlicher Form bereits. Das ist eine gerechte Reparatur im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, betont der AK-Präsident. Die AK werde die neue Bundesregierung jedenfalls an der Umsetzung messen, so Michalitsch.

Kontakt

Kontakt

Reinhard Huber
Büro des AK-Präsidenten

E: reinhard.huber@akbgld.at
T: 0676/6675471