Autoverkäufer © Industrieblick, stock.adobe.com
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Händler wollte ausgepackte Autositze nicht mehr

Lang hat ein Südburgenländer nach den passenden Autositzen für seinen Flitzer gesucht. Doch der Anbieter aus Deutschland hielt nicht was er versprach. Letztlich musste die Arbeiterkammer Burgenland intervenieren. Mit Erfolg. Der Autobastler bekam sein Geld zurück.

Von einem im deutschen Niedersachsen beheimateten Unternehmen bestellte ein Südburgenländer seine lang ersehnten Autositze für seinen Flitzer. Der Preis haute hin, also zahlte der Autonarr per Vorauskasse.
Als die Sitze eintrafen, war die Freude groß. Doch sie währte nicht lange, denn beim Auspacken folgte eine böse Überraschung: Die Sitze entsprachen nicht den Maßen, die auf der Verpackung angegeben waren. Also wurde die Ware reklamiert und die Sitze an den Händler zurückgeschickt. Allerdings hatte der deutsche Händler eine verblüffende Antwort parat. Er könne die Sitze nicht zurücknehmen, weil sie ja schon ausgepackt worden seien.
„Selbst wenn die Sitze mängelfrei gewesen wären, hätte das Auspacken alleine das Rücktrittsrecht nicht erlöschen lassen“, meint dazu AK Burgenland-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser und ergänzt: „Bei einer Falschlieferung ist der Kunde selbstverständlich ohnehin nicht dazu verpflichtet, die Ware zu behalten.“

Trotz der eindeutigen Rechtslage hielt der deutsche Händler seinen Kunden mehr als zwei Monate hin. Erst nach einer Intervention der AK Burgenland folgte ein Einlenken des Händlers. Der Südburgenländer erhielt sein Geld zurück. 

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Bianca Werfring
Kommunikation & Marketing

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