21.12.2017
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Insolvenzstatistik 2017 der AK Burgenland

AK-Insolvenzschutz: Rasche und kompetente Hilfe für Pleiten-Opfer

Was tun, wenn ein Unternehmen insolvent wird? Was passiert mit den ArbeitnehmerInnen? Die Arbeiterkammer bietet kostenlose Beratung und Vertretung an. Sie berät ArbeitnehmerInnen über die Auswirkungen der Arbeitgeberinsolvenz auf das Arbeitsverhältnis, über die rechtliche Situation bei Weiterbeschäftigung im insolventen Unternehmen und über die Möglichkeiten der Auflösung von Arbeitsverhältnissen in der Insolvenz.

Die Vertretung umfasst aufwendige Berechnungen der offenen Forderungen (nach den vorhandenen Unterlagen und den Angaben der ArbeitnehmerInnen). Und die Arbeiterkammer übernimmt auch die Anmeldung der ArbeitnehmerInnenforderungen im gerichtlichen Insolvenzverfahren und die Antragstellung für das Insolvenz-Entgelt bei der IEF-Service GmbH, die den Insolvenzentgeltsicherungsfonds verwaltet.

„Diese Vertretung ist für Mitglieder der Arbeiterkammer Burgenland kostenlos,“ sagt AK-Präsident Gerhard Michalitsch. „Dieses Service für ArbeitnehmerInnen ist europaweit einzigartig und daher keine Selbstverständlichkeit. Wir sorgen dafür, dass die betroffenen Beschäftigten kompetent beraten werden und rasch ihr Geld erhalten, wenn ihr Unternehmen Pleite geht.“

  

Die Zahlen der Insolvenzstatistik 2017

 

Zahl der betroffenen ArbeitnehmerInnen:

2016: bis zum Stichtag 15. Dezember               645 ArbeitnehmerInnen

2017: bis zum Stichtag 15. Dezember               689 ArbeitnehmerInnen

  

Jene Fälle, die noch im Dezember 2017 bis Jahresende dazukommen werden, können noch nicht berücksichtigt werden.

 

Gesamtbetrag, der beim Insolvenzentgeltfonds angemeldet wurde:

            2016: bis zum Stichtag 15. Dezember               6.713.999,- Euro

2017: bis zum Stichtag 15. Dezember               5.953.564,- Euro

 

Durchschnittlicher Betrag pro Betroffenem:

2016: bis zum Stichtag 15. Dezember               rd.   9.950,- Euro

2017: bis zum Stichtag 15. Dezember               rd.   8.640,- Euro

  

Verteilung nach Arbeitsverhältnis:

     

Verteilung nach Geschlecht:

 

Die größten insolventen Firmen im Burgenland 2016:                

                                   

  Zahl der betroffenen ArbeitnehmerInnen Branche
1. INTREPID GesmbH, 7011 Siegendorf 63

30 DN KV für Fußballspieler,

33 DN Gastgewerbe

2.  Kurt Stinakovits Transport Gmbh, Unterfrauenhaid 38 Verkehr-Transport
3. Bauunternehmen Thurner GmbH, 7082 Donnerskirchen 34 Bauwirtschaft
4. F & T Elementebau GmbH, 7372 Draßmarkt 32 Bauwirtschaft
5. MGM Transporte GmbH, 7400 Oberwart 22 Verkehr-Transport
GEFA - Bau GmbH, 7033 Pöttsching 22 Bauwirtschaft
6. SMART FLOWER ENERGY TECHNOLOGY GmbH, Güssing 20 Handel
7. Krenn Anton Siegfried, 7562 Eltendorf 18 Handel
8. Pro Granit HandelsgesmbH, 7210 Mattersburg 17 Handel
9. Horvath Walter Matthias, 7201 Neudörfl 16 Gastgewerbe
10. Service - Montage GmbH, 7000 Eisenstadt 14 Handel
Ing. Gruber Kommanditgesellschaft, 7210 Mattersburg 14 Metall-Bergbau

ArbeitnehmerInnen nach Branchen:

 

1.    Bauwirtschaft 160
2.    Gastgewerbe 132
3.    Handel 101
4.    Verkehr-Transport 71
5.    Metall-Bergbau-Energie 34

  

Insolvenzschutz-Verband: Unverzichtbare Leistung für die ArbeitnehmerInnen!

Seit 20 Jahren ist der Insolvenzschutz-Verband für ArbeitnehmerInnen (ISA) als gemeinsamer Verein von Arbeiterkammer und ÖGB als bevorrechteter Gläubigerschutzverband tätig. 

Der ISA berät

  • ArbeitnehmerInnen über die Auswirkungen der Arbeitgeberinsolvenz auf das Arbeitsverhältnis und
  • über die rechtliche Situation bei Weiterbeschäftigung im insolventen Unternehmen bzw. über Möglichkeiten der Auflösung von Arbeitsverhältnissen

    Der ISA übernimmt die Vertretung von ArbeitnehmerInnen,

  • ermittelt die ArbeitnehmerInnenforderungen (offene Löhne etc.)
  • macht diese Forderungen im gerichtlichen Insolvenzverfahren geltend
  • interveniert im Zusammenhang mit diesen Forderungen bei Insolvenzverwaltern, Arbeitgebern und Behörden.

     Der ISA unterstützt das gerichtliche Insolvenzverfahren durch

  • Information und Koordination der Arbeitnehmergläubiger
  • Beratung der Lohnverrechnung des Insolvenzverwalters
  • einheitliche und standardisierte Forderungsanmeldung
  • das Bemühen um außergerichtliche Einigungen
  • Mitarbeit in Gläubigeraussschüssen.

    In den vergangenen fünf Jahren hat der ISA allein im Burgenland rund 35 Millionen Euro für die burgenländischen ArbeitnehmerInnen eingefordert.

    AK-Präsident Gerhard Michalitsch: „Ein Ende der gesetzlichen Mitgliedschaft oder die Kürzung der finanziellen Möglichkeiten der AK setzen derartige Leistungen aufs Spiel - zum Schaden für die ArbeitnehmerInnen, aber auch zum Schaden der Gesamtwirtschaft!“

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