Zimmermann © sculpies, stock.adobe.com
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Kranker Zimmermann rückwirkend abgemeldet

Mit einem im Nachhinein aufgesetzten befristeten Vertrag – nur unterschrieben von ihm selbst – wollte sich ein Arbeitgeber „schnell und einfach“ von einem kranken Mitarbeiter trennen. Doch er hat die Rechnung ohne die Arbeitsrechtsexperten der Arbeiterkammer Burgenland gemacht. Sie verhalfen dem Arbeitnehmer zu seinem Recht und zu seinem Geld. 

2018 war kein gutes Jahr für einen 50-jährigen Zimmerer. Im September erkrankte er schwer und musste ins Krankenhaus. Ein längerer Krankenstand war die Folge. Seinen Arbeitgeber informierte er selbstverständlich ordnungsgemäß darüber – auch über einen anstehenden weiteren Spitalsaufenthalt. 

Er fiel aus allen Wolken als er erfuhr, dass der Arbeitgeber ihn einfach rückwirkend bei der Krankenkasse abgemeldet hatte. Als Beweis dafür „zauberte“ er einen Vertrag aus dem Hut, demzufolge das Arbeitsverhältnis von Beginn an befristet gewesen wäre und mittlerweile ausgelaufen sei. 

„Der Zimmerer wusste davon nichts. Nicht verwunderlich, denn er hatte mit dem Chef diese Vereinbarung nie getroffen. Am Vertrag war auch nur die Unterschrift des Arbeitgebers zu finden. Der glaubte, dass er sich mit dieser Masche die Entgeltfortzahlung im Krankenstand sparen könnte“, schildert AK-Arbeitsrechtsexperte Mag. Martin Sugetich.  

Der Zimmerer wandte sich an die Arbeiterkammer Burgenland und fand Hilfe. Der AK-Jurist holte via Intervention nicht nur 741,60 Euro raus, sondern erreichte auch eine Korrektur der Abmeldung bei der Gebietskrankenkasse sowie die Ausstellung und Übermittlung ordnungsgemäßer Abrechnungen. 

Wer ebenfalls Hilfe braucht oder Fragen hat, kann sich jederzeit an die Experten der Arbeiterkammer Burgenland (02682/740) wenden. 

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Bianca Werfring
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