18.5.2018
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Michalitsch: Wohnortnahe Beratung unverzichtbar

Medial rückten die Fälle von Lohn- und Sozialdumping in einem südburgenländischen Malerbetrieb oder das Pflegegeldverfahren für einen kranken Jungen in den Fokus der Arbeiterkammer Südburgenland in den Fokus.

Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Alleine im vergangenen Kalenderjahr konnte nur in Arbeits- und Sozialrechtsangelegenheiten - entweder durch Intervention oder durch gerichtliche Geltendmachung - eine Summe von 3.770.000 Euro für AK-Mitglieder erstritten werden.

Dazu kommen an die 15.000 Beratungsgespräche. „Das Internet dient gerne als erste Informationsquelle, aber die Arbeitnehmer im Süden schätzen den persönlichen Kontakt mit den Referenten. Zusätzlich beweisen die Zahlen: die wohnortnahe Arbeiterkammer ist im Südburgenland unverzichtbar. Dadurch gewährleisten wir schnelle Hilfe und wer schnell hilft, hilft doppelt“, betont AK-Regionalstellenleiter Christian Drobits.

Ein Schwerpunkt der Arbeit im Süden liegt bei Beratung, Intervention und gerichtlicher Geltendmachung von arbeitsrechtlichen Ansprüchen. „Jede Woche wird zumindest eine Klage beim zuständigen Landesgericht Eisenstadt für hilfesuchende ArbeitnehmerInnen eingebracht“, weiß AK-Juristin Pia Glawogger. 

Ebenfalls eine wesentliche Säule stellt die sozialrechtliche Beratung dar. Pro Kalenderjahr werden in durchschnittlich 420 Gerichtsakten AK-Mitglieder bei der Durchsetzung von Pensions-, Pflegegeld- aber auch Versehrtenrentenansprüchen durch Vertretung beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht unterstützt.

„Gerade die jüngsten Fälle untermauern den Stellenwert der AK-Regionalstelle Oberwart als Kompetenzstelle gegen Lohnraub und Sozialbetrug. Denn genau bei Lohn- und Sozialdumping braucht es mehr Kontrollen durch die Finanzpolizei und weiterhin die Abgabenverrechnung durch die Sozialversicherung“, fordert AK-Präsident Gerhard Michalitsch. 

Sogar Fälle mit österreichweiter Relevanz beschäftigen die Experten der AK Südburgenland. Drobits: „In den südlichen Bezirken haben wir gegenüber dem Norden einen eklatanten Anfall von gerichtlichen Vertretungen infolge negativer Bescheide wegen Gewährung von Schwerarbeitspensionen. Dabei laufen auch Musterprozesse, die österreichweit eine Klärung von Rechtsfragen bringen sollen. Daher kann ich mit Stolz behaupten, dass wir durchaus auch Verfahren mit bundesweitem Interesse führen. Wir sind daher nicht nur Garant und ein verlässlicher Partner für die südburgenländischen Arbeitnehmer, sondern auch unbestrittenermaßen eine kleine aber gewichtige Säule der Interessensvertretung der Arbeiterkammer in Österreich.“

„Die Zahlen untermauern die Leistung der AK-Bezirksstellen. Sie sind essentiell für die Arbeitnehmer. Wenn die Bundesregierung jetzt aber eine Kürzung des AK-Mitgliedsbeitrages plant – das sind derzeit durchschnittlich 6,19 Euro, also ungefähr zwei Kaffee im Monat – dann sind alle Leistungen der AK für die burgenländischen Arbeitnehmer in Gefahr, auch die AK-Bezirksstellen! Wir sagen deshalb: unsere Mitglieder sollen entscheiden, welche Leistungen sie von der AK erwarten – und niemand sonst! Wir werden jedenfalls alles in unserer Machtstehende tun, um die gute Arbeit vor Ort fortsetzen zu können“, versichert der AK-Präsident.

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      Bianca Werfring

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