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Nicht genügend für Nachhilfe-Unternehmen

Dass befristete Verträge nur unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden können, wird durch GoStudent einfach ignoriert. Diese Erfahrung musste ein Nordburgenländer machen. Erst nach dem Einschreiten der Konsumentenschützer der AK Burgenland wurden die zu Unrecht einbehaltenen Monatsgebühren wieder zurückbezahlt.
Der Junior der Familie hatte in einem Hauptgegenstand ein wenig Nachholbedarf. Rasch war für die Eltern die Lösung in Form eines Vertrags mit GoStudent gefunden. Als „Fixe Laufzeit“ wurden sechs Monate gewählt, das sollte reichen, um die Kenntnisse wieder entsprechend aufzufrischen. Als aber auch im siebenten und achten Monat Geld abgebucht wurde, meldeten sich die Eltern bei GoStudent. Dort wurden sie auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen, wonach sich ein nicht gekündigter Vertrag um die gewählte Laufzeit noch einmal verlängern würde.

„Das ist in Österreich unzulässig“, verrät AK-Konsumentenschützer Christian Koisser. Das Gesetz stellt für eine derartige Vertragsverlängerung strenge Voraussetzungen auf, die durch GoStudent nicht eingehalten wurden. Erst Interventionen durch die AK Burgenland brachten das Nachhilfe-Unternehmen dazu, die zu Unrecht bezahlten Beiträge wieder zurückzuzahlen.

Gesetzesverstoß zahlt sich aus
Den Konsumentenschützern ist allerdings bewusst, dass sich manche Konsumenten mit diesen Vertragsverlängerungen abfinden und zähneknirrschend zahlen, obwohl sie für die gebotene Leistung keine Verwendung mehr haben. Für das gesetzwidrig handelnde Unternehmen ist das Vorgehen völlig risikolos: Im schlimmsten Fall – wenn sich ein Kunde wehrt – ist einfach der gesetzmäßige Zustand herzustellen. Neben den betroffenen Konsumenten sind auch Unternehmen benachteiligt, die sich an das geltende Recht halten, verzichten sie doch durch ihre Gesetzestreue auf ein nicht unerhebliches „Körberlgeld“.

Kontakt

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Arbeiterkammer Burgenland
Konsumentenschutz
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7000 Eisenstadt

T: 02682 740 3961
E: konsumentenberatung@akbgld.at