31.8.2017
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Reisebilanz 2017

Nicht nur Probleme am Urlaubsort sorgen für Ärger bei Reisenden. Oft beginnen die Zores schon am Flughafen – weil Flüge gestrichen werden oder verspätet sind oder weil das Gepäck nicht dort landet, wo es landen soll. Insgesamt haben sich heuer bisher 499 KonsumentInnen mit Reisebeschwerden an die AK Burgenland gewandt.

Anfragen zu Flugverspätungen oder annullierten Flügen gehören zu den „Alltagsgeschichten“ der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer. Doch was einer jungen Familie passiert ist, klingt schier unglaublich. Sie hatte im Internet eine Spanien-Reise gebucht. Vom Flughafen Wien sollte es nach Barcelona gehen. Doch am Flughafen Wien-Schwechat stellte sich heraus, dass die Flugnummer zu einem Flug gehörte, der in Frankfurt startete. Um einen Ersatzflug musste sich die Familie selber kümmern. Sie flog schließlich über Zürich nach Barcelona. 7,5 Stunden später als vorgesehen landete die Familie dann endlich in Spanien. Das gleiche Problem gab es mit dem Rückflug. Auch hier mussten sich die Konsumenten auf eigene Faust um einen Ersatzflug kümmern.

Karibik-Kreuzfahrt ohne Gepäck
Aber auch wenn ein Flug wie geplant verläuft, kann es Ärger geben. So hat ein Burgenländerin eine Karibik-Kreuzfahrt gebucht. Der Flug von Wien nach Miami war pünktlich. Doch dann wartete die Konsumentin beim Gepäckband vergeblich auf ihren Koffer. Während einer Mitreisenden das Gepäck sehr schnell nachgeliefert wurde, musste sie während der gesamten Kreuzfahrt ohne die eigens für die Karibik-Reise gekauften Kleidungsstücke auskommen. An Board gab es keine Möglichkeit, Unterwäsche oder Badesachen zu kaufen. Auf dem gesamten Schiff fand sich auch nur ein Kleid in Größe 42. So blieb der Konsumentin nichts anderes übrig, als die Kleidungsstücke, die sie tagsüber getragen hatte, allabendlich im Waschbecken der Kabine „durchzudrücken“. Im Zuge der Landausflüge auf eigene Faust auf die Suche nach Ersatzkleidung zu gehen, traute sich die Reisende nicht zu. „Ich spreche die Sprache nicht und hätte mich alleine auch nicht sicher gefühlt“, erzählt die Burgenländerin. Im luftigen Sommerkleid ging es also auch zu den Gala-Abenden, für die sich die anderen Reisenden stets festlich kleideten. Die Traumreise war gründlich verdorben. Dass die Fluglinie die Kosten der Ersatzkäufe rasch und problemlos erstattete war da nur ein kleines Trostpflaster.

Entschädigung für Flugpassagiere
Ein Trostpflaster in Form einer Ausgleichszahlung gibt es für Flugpassagiere, die von einer relevanten Flugverspätung oder einer Flugannullierung betroffen sind. Voraus­setzung ist, dass der Flug von einem EU-Land, Island oder Norwegen aus angetreten wird oder mit einer Fluglinie, die ihren Sitz in der EU, Island oder Norwegen hat, in eben diese Länder geflogen wird. In diesem Fall beträgt der Schadenersatz je nach Flugstrecke zwischen 250 und 600 Euro pro Person. Am besten fordert man den Betrag von der ausführenden Fluglinie sofort nach Rückkehr von der Reise ein. Denn wird die Fluglinie insolvent, fällt man um diese Entschädigungszahlung um.

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