Die Billig-Fluglinie Level ist in die Pleite geschlittert, Betroffene Fluggäste können sich an den Insolvenzverwalter wenden. © Victor, stock.adobe.com
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Reiseerleichterungen: Was bedeutet das für den gebuchten Urlaub?

Derzeit dürfen Österreicher bei den meisten europäischen Staaten ein- und ausreisen, CoV-Test oder verpflichtende Quarantäne stellen die Ausnahme dar. Doch die Verunsicherung bei vielen ist weiterhin groß. Während das Außenministerium noch immer dringend von allen Urlaubsreisen ins Ausland abrät, haben die Konsumenten ganz andere Fragen. Gerade Reisewarnungen und etwaige kostenlose Stornos sorgen für Sorgenfalten. „Kostenlos stornieren können Konsumenten nur unter bestimmten Voraussetzungen“, informiert AK-Konsumentenschützer Mag. Christian Koisser.

„Oft wird kommuniziert, dass eine gebuchte Reise nur storniert werden kann, wenn für das Urlaubsland die höchste Reisewarnung des Außenministeriums besteht. Das stimmt nicht“, stellt AK-Konsumentenschützer Christian Koisser klar. 

Für Pauschalreisen kennt das Pauschalreisegesetz eine Umschreibung, die auf derartiges nicht Bezug nimmt: „Wenn die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung an den Urlaubsort erheblich beeinträchtigt ist, hat der Reisende ein kostenfreies Rücktrittsrecht. Die Reisewarnung ist zwar ein Indiz für eine derartige erhebliche Beeinträchtigung, es kommen aber natürlich noch andere Probleme für eine derartige Beurteilung in Betracht. Daher spielen sehr wohl seriöse Medienberichte und andere Recherchen über die Situation am Urlaubsort eine Rolle“, erklärt Koisser. Selbst bei den Staaten zu denen die Grenzen nun offen sind, spricht das österreichische Außenministerium noch von einem „hohen Sicherheitsrisiko“. Zu beachten sind auch verschiedenste regionale Einschränkungen oder spezielle Vorschriften, beispielsweise partielle Reisewarnungen oder die Verpflichtungen zur Registrierung oder zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes auch im Freien. 

„Wer jetzt schon sicher weiß, dass die Urlaubsreise nicht angetreten wird, sollte daher zunächst abklären, welche Stornobedingungen vertraglich vereinbart sind. Mit der Zahlung einer Stornogebühr ist dann zumindest die Unsicherheit beendet. Wollen Reisende allerdings zuwarten, hängt die Möglichkeit eines kostenfreien Rücktritts von der Situation zum Abreisezeitpunkt ab. Um diese Zwickmühle kommen Konsumenten nicht herum. Da gilt es eine Entscheidung zu treffen. In einigen Fällen bieten Reiseveranstalter auch die Möglichkeit der Verschiebung der Reise oder einer Gutschrift der Stornogebühr“, erläutert Koisser und fügt an: „Im Zweifelsfall ist es am besten, bei uns nachzufragen. Wir beraten individuell.“  

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Bianca Werfring, Kommunikation & Marketing der AK Burgenland, T: 0664/823 9449, E: bianca.werfring@akbgld.at