Geldscheine © Eisenhans, stock.adobe.com
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Schädlingsbekämpfer entpuppten sich als Abzocker

Der Versuch, eine Insekteninvasion durch einen Schädlingsbekämpfer beenden zu lassen, erwies sich für einen Nordburgenländer als Schlag ins Wasser. Er zahlte fast 600 Euro, doch das Getier blieb. Daher raten die AK-Konsumentenschützer zur Vorsicht bei der Suche nach Dienstleistern im Internet. „Immer einen Blick auf das Impressum werfen“, empfiehlt AK-Konsumentenschützer Christian Koisser. 

Eine Insektenplage zwang einen Nordburgenländer zum Handeln. Zuerst suchte er im Internet nach einem Spezialisten für den Kampf gegen die Schädlinge und fand – wie er glaubte – ein Unternehmen aus der Umgebung. Doch die Ernüchterung erfolgte bald. „Der Mann hatte nicht einmal eine Leiter mit und hat dann einfach mit zwei Dosen dort reingesprüht, wo die meisten Insekten waren“, berichtete der Kunde. Den Preis in der Höhe von 592 Euro musste der Burgenländer sofort in bar bezahlen. Erst als der angebliche Schädlingsspezialist weg war, fiel auf, dass nicht einmal eine Rechnung ausgestellt worden war. 

Von fachgerechter Arbeit konnte keine Rede sein, da sich die Insektenpopulation nach kurzer Zeit wieder erholt hatte. Vom engagierten Schädlingsbekämpfer war dann aber nichts mehr zu erwarten. 

Überhöhte Preise 

Ähnliche Beschwerden erreichen die Konsumentenberatung der AK Burgenland immer wieder. In vielen Fällen geht es um Schlüsseldienste, häufig auch um dringende Handwerkerdienste oder eben Schädlingsbekämpfer. Immer wird die Not der Konsumenten ausgenutzt, immer wieder werden weit überhöhte Preise in bar verlangt.  

„Bei der Suche des Dienstleisters im Internet immer auch einen Blick auf das Impressum machen“, rät AK-Konsumentenschützer Christian Koisser. Dabei können sich zumindest Hinweise auf die Seriosität ergeben, etwa wenn die Firma in Deutschland sitzt und sich vor Ort nur irgendwelcher Gehilfen bedient oder wenn es gar kein Impressum gibt.  

Bei Aufsperrdiensten hat die betroffene Branche bereits reagiert und versucht, die seriösen Anbieter mit einem „Gütesiegel Aufsperrdienst“ leichter auffindbar zu machen. Koisser: „Steht dann doch einmal Betrugsverdacht im Raum, sollten sich Betroffene zum Zwecke der Strafverfolgung das Autokennzeichen des angeblichen Professionisten notieren.“

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Bianca Werfring
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